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Stolz auf die Radl-App: (v.l.) die Südtiroler Schülerin Julia Tschimben, Landrat Wolfgang Rzehak, Projektkoordinator Roman Haehl, Schulleiter J osef Schlemmer, Schülerin Stina Viehweg, Kultusminister Michael Piazolo, der Südtiroler Schulleiter Franz Tutzer, die Südtiroler Schülerin Denise Sanin, Ministerialbeauftragter Gottfried Wengel, die Südtiroler Projektkoordinatorin Bettina Stangl, Dritter Bürgermeister Robert Wiechmann, Schüler Mario Tuci. 

App „Alpin Plus“

Mit dem Rad über den Brenner: Schüler aus Holzkirchen und Südtirol programmieren App

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Schüler der FOS Holzkirchen und aus Südtirol haben gemeinsam eine App programmiert, die eine Rad-Route über den Brennerpass zeigt - und Geheimtipps enthält.

Holzkirchen – Sie wirken so gar nicht wie Computer-Nerds. Redegewandt und selbstbewusst präsentieren die Schüler ihre kostenlose App für Android-Smartphones: eine Rad-Route von Holzkirchen nach Auer in Südtirol. 250 Kilometer, fünf Tage, 16 Stationen. Nicht nur die touristischen Klassiker wie der Tegernsee sind darunter. Auch eine Bozener Firma, die Fortbewegungsmittel für Behinderte herstellt, und die Innsbrucker Skisprungschanze sind unter den Sehenswürdigkeiten. Die Schüler hatten es sich zur Aufgabe gemacht, Stationen zu recherchieren, die das Thema Grenzüberschreitung aufgreifen – sprachlich, kulturell oder sportlich.

Die EU fördert die Partnerschaft im Rahmen des Erasmus-Plus-Programms

Die Partnerschaft zwischen der Wirtschaftsfachoberschule Auer und der FOS Holzkirchen besteht bereits seit Jahren. Im Rahmen des von der EU geförderten Erasmus-Plus-Programms „Strategische Schulpartnerschaft“ hatten die Schüler nur vier Wochen Zeit, ihre Idee in die Tat umzusetzen. Einige von ihnen lernen Programmieren im Unterricht. Zum Beispiel Mario Tuci (20), der den technischen Zweig der FOS Holzkirchen besucht und in wenigen Monaten das Abitur macht. Andere, wie Stina Viehweg (19), hatten im Rahmen des Projekts erstmalig mit einer Programmiersprache und Quellcodes zu tun. „Es ist nicht so schwer, wenn man sich mal rantraut“, sagt die Schülerin des sozialen Zweigs. Allerdings gehören die Projektteilnehmer auch zu den leistungsstarken Schülern der FOS Holzkirchen. Sie mussten für die Teilnahme ein zweistufiges Auswahlverfahren bestehen – samt Motivationsschreiben und Bewerbungsgespräch. Einige der Schüler besuchen das Fach „Mathe Plus“ an der FOS – ein Differenzierungsangebot für mathematisch besonders begabte und interessierte Schüler, das höhere Anforderungen stellt als der normale Mathe-Unterricht.

Die Projektteilnehmer aus Holzkirchen sind besonders leistungsstarke Schüler

Die jungen Frauen und Männer des Projekts sind aber nicht nur sehr gute Schüler. Sie sind politisch interessiert, wollen wissen, was jenseits der Landesgrenzen abgeht. Eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme, schließlich ist die Idee von Erasmus-Plus, junge Europäer einander näher zu bringen. „Bei dem Projekt geht es darum, dass sich Menschen kennenlernen und erfahren: So unterschiedlich sind wir gar nicht“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (FW), der zur Vorstellung der App am Donnerstag in die FOS Holzkirchen gekommen war.

Was die Teilnehmer während des Projekts gelernt haben? „Mich hat fasziniert, in der Gruppe an einer Lösung zu arbeiten und gemeinsam das Beste herauszuholen“, sagt Tuci. Nach dem Abi will er Wirtschaftsmathematik studieren. Stina Viehweg dagegen fand bemerkenswert, wie selbstverständlich Inklusion an der Südtiroler Partnerschule der FOS gelebt wird. „In Sachen Inklusion ist bei uns noch Luft nach oben“, sagt die 19-Jährige, die nach dem Abi Tourismus-Management studieren will. Die Südtirolerin Denise Sanin (17) fand bewundernswert, wie engagiert sich die deutschen Schüler reingehängt haben. „Da können wir uns eine Scheibe davon abschneiden.“

Und hier gibts die App „Alpin Plus“ zum Download:

www.grenzen-ueberwinden.eu

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