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Sanierungsbedürftig: Ein Architekt prüft derzeit, in welchem Umfang die Mittelschule an der Baumgartenstraße saniert werden muss und ob zu sätzliche Institutionen – wohl im Fall eines Neubaus – Platz finden könnten.

Mittelschule an der Baumgartenstraße

Neubau könnte Platz bieten auch für Hort und Kita

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Das Projekt steht ganz oben auf der Prioritätenliste der Marktgemeinde: die  Sanierung der Mittelschule. Vieles deutet mittlerweile auf einen Neubau hin. Ein Architekt versucht, möglichst viel unter einem Dach unterzubringen.

Holzkirchen – Die beiden provisorischen Fluchttreppen an der Mittelschule an der Baumgartenstraße starten im September in ihr zweites Schuljahr. Stand jetzt wird es gleichzeitig ihr letztes. Ende des kommenden Schuljahres läuft nämlich die zweijährige Genehmigung des Landratsamtes für die angemieteten Rettungswege aus. Aktuell haben sie damit mehr denn je Symbolcharakter. Die Treppen sind ein Mahnmal aus Metall: Die Uhr tickt.

Die Mittelschule muss – und zwar nicht nur brandschutztechnisch – saniert werden (wir berichteten). Mantraartig betont Bürgermeister Olaf von Löwis, dass die Sanierung der Schule „ganz oben“ auf der gemeindlichen Prioritätenliste steht. Wobei eine Sanierung immer mehr zur zweiten Wahl mutiert. Die Tendenz geht inzwischen stark in Richtung Abriss und Neubau. Löwis legt sich sogar fest: „Für mich gibt es keine andere Lösung.“

Welche Lösungsansätze überhaupt möglich sind, eruiert gerade ein Architekt. Aus der abschließenden Machbarkeitsstudie, die dem Marktgemeinderat in seiner nächsten Sitzungen am 21. Juni vorgestellt wird, soll aber nicht nur hervorgehen, in welchem Umfang saniert/neugebaut werden muss.

Der Architekt solle zudem aufzeigen, inwieweit zusätzliche „Flächen für andere Zwecke“ untergebracht werden können. Auch wenn Löwis sich hier auf keine konkrete Nutzung festlegen möchte („sonst ist nur jemand im Nachhinein enttäuscht“), wird dem Vernehmen nach geprüft, ob nicht ein Hort und/oder eine Kita Platz unter dem neuen Dach hätten.

Spekuliert wurde in der Vergangenheit über einen Umzug der Volkshochschule in einen etwaigen Neubau. Die Hoffnung muss Löwis zerschlagen. „Den Raumbedarf bringen wir nicht unter“, sagt er. Schon jetzt muss der Architekt 18 Klassen im Gebäude deponieren, um den vom Schulamt prognostizierten Schülerzahlen beizukommen (knapp 300). Derzeit werden in 14 Klassen 263 Schüler unterrichtet.

Je nach Dimensionierung steigen freilich auch die Kosten. Einen Teil stemmt die Marktgemeinde, die schon einmal fünf Millionen Euro im mittelfristigen Finanzplan bis 2021 eingestellt hat. Dass sich an der aktuellen Kostenschätzung aber noch etwas ändert, davon geht Löwis fast schon aus. „Die Detailplanung fehlt“, sagt er. Mit der Machbarkeitsstudie soll alsbald aber auch eine neue Prognose vorliegen.

Liegt diese Basis vor, architektonisch wie finanziell, will er die Planungen „schnellstmöglich“ vorantreiben. Auf etwaige Termine möchte sich Löwis aber nicht festlegen. Die aktuell laufenden Bauvorhaben hätten eines gelehrt: Im Zweifel dauert es eher länger als kürzer. Allerdings gilt ja schon jetzt: „Die Luft ist knapp“, mahnt Löwis, „und sie wird immer knapper.“

Immer näher rückt damit auch der Abbau der Fluchttreppen. Ob die Genehmigung im Zweifel verlängert wird, wenn die neue oder sanierte Schule noch nicht bezugsfertig wäre? „Gar kein Problem“, sagt Landratsamt-Sprecher Birger Nemitz. Die Marktgemeinde könne eine Verlängerung für die Treppen beantragen. Tendenziell ist eine Versetzung ins dritte Schuljahr also nicht gefährdet.

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