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Möbel-Transporter: Fahrer präsentiert schräge Lösung für defekte Scheibenwischer

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Von: Andreas Höger

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Eine Polizeikelle mit der Aufschrift „Halt Polizei“ montiert vor einem Streifenwagen.
Einen unsicheren Möbeltransport stoppte die Autobahnpolizei am Freitag bei Holzkirchen (Symbolbild). © dpa

Einen abenteuerlichen Möbeltransport stoppte die Autobahnpolizei Holzkirchen am Freitag. Die Möbel auf dem Anhänger waren kaum gesichert und dessen Bremsen defekt. Für die defekten Scheibenwischer hatte sich der Fahrer eine schräge Lösung ausgedacht.

Holzkirchen – Hier waren nicht nur Schrauben locker: Mit einem abenteuerlich unsicheren Möbeltransport war ein ein 54-jähriger Mann am Freitagvormittag (27. Mai) auf der Salzburger Autobahn bei Holzkirchen unterwegs. Er wollte nach Polen, wurde aber von einer Streife der Autobahnpolizeistation (APS) Holzkirchen abgefangen. Die Beamten erstellte eine Mängelliste - und die wurde schnell lang und länger.

Eine Streife der APS entdeckte das Gespann am Freitag gegen 8.35 Uhr, es war in Richtung München unterwegs. Nach Angaben der Polizei schlingerte der Anhänger stark, das geladene Mobiliar war nur spärlich gesichert. Bei der anschließenden Kontrolle kamen weitere Mängel ans Licht; demnach war die Deichsel des Anhängers ausgeschlagen, sodass zwei von vier Schrauben locker waren; die Bremsen hinten links, die Auflaufbremse und Feststellbremse reagierten nicht mehr. Die Spanngurte, mit denen die Möbel eigentlich gesichert werden sollten, waren über die Bordwand gezogen und ließen somit die notwendige Spannung auf den Möbelstücken vermissen.

Auch das Zugfahrzeug des Gespanns, ein Kleintransporter Fiat-Ducato, war nicht wirklich verkehrssicher. Laut Polizei funktionierte die Handbremse nicht; zudem fehlte der rechte Scheibenwischer, beim linken Wischer hing der Gummi weg. Der Fahrer gab an, dass auf der Windschutzscheibe ein spezielles Mittel aufgebracht sei, das den Regen abperlen lasse; dies sei seiner Meinung nach in Ordnung.

Die Beamten waren anderer Meinung und stoppten den Transport an Ort und Stelle. Der Fahrer muss nach Angaben der Autobahnpolizei mit einem Bußgeld von über 200 Euro rechnen und die Mängel an Transporter und Anhänger beheben, ehe das Gespann wieder auf die Straße darf.

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