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Der Vorfall passierte in den Wohncontainern an der 

Somalierin schüttete Nigerianer heißes Fett ins Gesicht - Er liegt im Koma

Nach Fett-Attacke: Integrationsbeauftragte entsetzt

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Holzkirchen - Der brutale Vorfall in der Flüchtlingsunterkunft in der Erich-Kästner-Straße schockiert. Wir haben mit der zuständigen Integrationsbeauftragten gesprochen.

Die Holzkirchner Integrationsbeauftragte Maria Korell kann es kaum fassen, sie eilte nach dem Vorfall sofort in den Wohncontainer: „Wir sind entsetzt“, sagt sie. „Es ist tragisch für beide Seiten.“ Auch für die 32-Jährige aus Somalia. „Sie ist seitdem fix und fertig.“ Bislang sei die junge Frau unauffällig gewesen, gelte als „gut integriert.“ Was sie dazu gebracht habe, könne sie sich nicht erklären. Auch wenn die Tat kaum zu entschuldigen ist: Leicht habe es die mutmaßliche Täterin jedenfalls nie gehabt. „Seit sie 14 Jahre alt ist, ist sie unterwegs.“ Nach Europa sei sie ganz alleine geflohen. „Da möchte man gar nicht wissen, was die alles erlebt hat.“

Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Asylbewerbern ist ein Nigerianer am Mittwochmorgen in den Wohncontainern in Holzkirchen schwer verletzt worden. Der Mann kam per Hubschrauber in eine Spezialklinik nach München, berichtet das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Etwa 20 Prozent seiner Haut sind verbrannt. Welche Schäden der 31-Jährige davontragen wird, sei noch nicht abzusehen. Die Kripo Miesbach hat die Ermittlungen aufgenommen. Gegen die Frau wird wegen schwerer Körperverletzung ermittelt, gegen den Mann wegen Beleidigung auf sexueller Grundlage.

Laut ersten Erkenntnissen der Polizei hat sich der Vorfall so zugetragen: Mitten in der Gemeinschaftsküche kommt es gegen 9 Uhr zu dem Drama. Die 32-Jährige aus Somalia steht am Herd, als der Nigerianer (31) ihr ans Gesäß fasst. Ein Streit entflammt, woraufhin die Frau dem Mann heißes Fett aus einem Topf ins Gesicht schüttet – eben weil dieser sie angeblich unsittlich berührt hat. Der Nigerianer läuft aus der Unterkunft, eine Passantin fährt ihn zur Polizei Holzkirchen. Die Beamten alarmieren einen Notarzt.

Sowohl sie als auch die Asylsozialberaterin Petra Winklmair würden sich darum kümmern, sagt Korell. Man habe das Gespräch zu der 32-Jährigen und den restlichen Bewohnern gesucht. Auch sie sind geschockt. Generell sei die Situation nicht ganz leicht. „Weil so viele Menschen für einen so langen Zeitraum auf so engem Raum zusammenwohnen“, sagt sie. Aktuell wohnen dort circa 48 Personen. „Das ist nie einfach, unabhängig davon, ob es unterschiedliche Nationen sind.“ Auch der Umgang mit Frauen wurde und werde immer wieder thematisiert.

Knapp zwei Jahre wohnen viele schon in den Containern an der Erich-Kästner-Straße. Zum Teil hätten die Leute noch kein Interview bei der Ausländerbehörde gehabt. „Ihr Leben besteht aus warten“, berichtet Korell. „Das sind junge Menschen, die wollen, dass was weiter geht.“

Vor gut einem Jahr hatten ungeduldig gewordene Asylbewerber aus dem Container am Holzkirchner Marktplatz campiert, um gegen die aus ihren Augen schlechten Bedingungen zu protestieren (wir berichteten). Seit vergangenem Sommer hat sich laut Korell viel entwickelt. Einige Bewohner seien anerkannt worden, hätten sogar ein neues Zuhause gefunden, manche besuchen mittlerweile die Berufsschule oder haben Arbeit. Trotzdem: „Die Wohnsituation hat sich nicht verändert“, meint Korell. „Im Sommer ist es brütend heiß in den Containern.“

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