Ex-1860-Präsident Dieter Schneider laut Medienbericht gestorben

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Sauberkeit gehört zur Berufsehre: Die zwei größten Holzkirchner Bäckereien ärgern sich über die Verfehlungen der „großen“ Konkurrenz.

„Wir haben absolut nichts zu verbergen“

Nach Ekel-Enthüllungen in Großbäckereien: Das sagen unsere Bäcker

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Mäusekot, Schaben, Schimmel - wie fatal sich Schludereien auswirken, zeigen die aktuellen Fälle in Bayern. Wir fragten bei den zwei großen Bäckereien in Holzkirchen nach.

Holzkirchen Mäusekot, Schaben, Schimmel in bayerischen Großbäckereien – die Meldung am Donnerstagmorgen verdarb Bernhard Auracher den Tag. „Das ärgert mich wahnsinnig“, sagt der Geschäftsführer der Holzkirchner Großbäckerei Ratschiller’s. Der Verbraucher werde verunsichert, die Fehler einiger Großer der Branche müssten alle ausbaden. „Eine absolute Katastrophe.“

Ratschiller’s produziert im Holzkirchner Gewerbegebiet-Ost auf 1200 Quadratmetern Frisch- und Tiefkühlware. Der Aufwand für Hygiene sei enorm, versichert der Geschäftsführer. Es gibt externes und internes Monitoring, regelmäßig schauen Schädlingsbekämpfer vorbei. „Wir haben vier Leute im Betrieb, die machen nichts anderes als auf Sauberkeit und Ordnung zu achten.“ Der Standard sei so hoch, dass angehende Lebensmittelkontrolleure von umliegenden Landratsämtern für ein Praktikum vorbeigeschickt werden.

Auch Bäckermeister Martin Kuhn lässt sich auf keinerlei Kompromisse ein, um Getier aus der zentralen Backstube in Kreuzstraße (Gemeinde Valley) und den Verkaufsräumen der 17 Filialen fernzuhalten. Sein Unternhemen gibt knapp 40 000 Euro jährlich für Schädlingsbekämpfung aus. „Wir hatten bei uns noch nie ein Kriechtier und wir werden hier auch nie eins haben.“ Eine Bäckerei, in der Schaben auftauchen, unternehme ganz klar zu wenig in Sachen Hygiene. „Das kostet natürlich Geld, aber das muss es wert sein.“ Erst im Vorjahr prüften drei Lebensmittelkontrolleure die Produktion in Kreuzstraße auf Herz und Nieren.

Regelmäßig schaut das Landratsamt als Kontrollbehörde auch bei Ratschiller’s vorbei. „Wir haben absolut nichts zu verbergen“, sagt Auracher. Er sieht die Kontrollen nicht als Gängelung. „Hygiene wird als Qualitätsmerkmal immer wichtiger“, betont der Geschäftsführer, „wir würden viel riskieren, wenn wir da nur ein bisserl schlampen.“ Das sieht Kuhn ähnlich: „Dass die Bude sauber ist, betrachte ich als Berufsehre.“ Umso bitterer seien die bekannt gewordenen Verfehlungen der Konkurrenz. Sowohl Kuhn als auch Auracher legen Wert darauf, dass sie – trotz ihrer regionalen Größe – nicht als „Großbäckereien“ eingestuft werden.

So werden die beiden Betriebe wohl auch künftig vom Landratsamt kontrolliert. Unklar ist, ob die zwei Betriebe zu den 40 Großbäckereien in Bayern zählen, die ab 2018 zusätzlich von einer zentralen Kontrollgruppe des Verbraucherschutzministeriums überwacht werden.

Wie Birger Nemitz, Pressesprecher des Landratsamts, auf Anfrage mitteilte, gibt es im Landkreis 24 Bäckereien, die im Vorjahr 29 Mal kontrolliert wurden. Insgesamt kontrolliert die Behörde rund 3000 Lebensmittelbetriebe; 1350 davon wurden 2016 unangemeldet unter die Lupe genommen. Bei jedem zehnten Betrieb gab es eine Beanstandung. „Allerdings handelte es sich auch um Kleinigkeiten, die schnell behoben waren“, sagt Nemitz.

Nur zwei Lebensmittel-Betriebe im Landkreis sind so groß, dass sie künftig in die Zuständigkeit der neuen Kontrollbehörde des Verbraucherschutzministeriums fallen. Welche das sind, wollte Nemitz nicht verraten. „Für unsere Leute wird das aber in jedem Fall eine spürbare Erleichterung sein.“

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