Ansprechpartner für alle Belange: Bassem Bajaa, Leiter der Jugendfreizeitstätte (JUZ) Holzkirchen, ist froh, dass er sich wieder um die Jugendlichen kümmern kann.
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Ansprechpartner für alle Belange: Bassem Bajaa, Leiter der Jugendfreizeitstätte (JUZ) Holzkirchen, ist froh, dass er sich wieder um die Jugendlichen kümmern kann.

Gemeinderat genehmigt Budget

Nach monatelanger Schließung: Holzkirchner JUZ startet wieder durch

Die Jugendfreizeitstätte (JUZ) in Holzkirchen wurde während der coronabedingten Schließung schmerzlich vermisst. Nun ist wieder geöffnet. Zum Start gibt’s auch eine gute Nachricht aus dem Gemeinderat.

Holzkirchen – „Wir hoffen, dass es weitergeht mit der Freude“, sagt Bassem Bajaa und lacht. Der 40-Jährige leitet die Holzkirchner Jugendfreizeitstätte (JUZ). Nach coronabedingter monatelanger Schließung hat das JUZ seit vergangenem Mittwoch nun wieder geöffnet. Momentan betreut Bajaa das JUZ noch alleine. Daher gebe es eine Beschränkung auf fünf Jugendliche pro Gruppe, so der promovierte Sportpädagoge.

Gruppen dürfen nur nacheinander ins JUZ

Wegen der Corona-Beschränkungen werde derzeit nur der Hauptraum für eine Gruppe geöffnet. Täglich dürfen so zwei bis drei Gruppen nacheinander hinein, ergänzt der 40-Jährige. Jede dieser offenen Gruppen, für die keine Reservierung nötig ist, hat gut zwei Stunden Zeit, danach darf eine andere Gruppe ins JUZ. „Wer zu uns möchte kommt einfach vorbei, irgendwas ergibt sich immer“, so Bajaa. „Jede Gruppe hat mich als pädagogische Betreuung“, erläutert der gebürtige Syrer weiter.

JUZ-Leiter über Corona: „Die Kinder leiden unter der Situation“

Er ist dabei Ansprechpartner für alle Angelegenheiten der Jugendlichen. Eine solche Anlaufstelle zu haben fehlte in der letzten Zeit, sagt Bajaa. „Die Kinder leiden unter der Situation“. Dass das JUZ nun wieder öffnen darf, freue die Besucher sehr. „Die haben aber auch Angst, dass wir bald wieder schließen müssen.“ Laut Infektionsschutz tritt dieser Fall bei einer Inzidenz von über 100 ein. Doch daran mag Bajaa nicht denken. Er gibt sich zuversichtlich: „Wir hoffen, dass die Kinder wieder Routine bei uns bekommen“, meint der Pädagoge, der neben seiner Arbeit im JUZ auch als Integrationsbeauftragter der Gemeinde Holzkirchen tätig ist.

Zweite Vollzeitstelle soll im Sommer wieder besetzt werden

Noch mehr Routine spielt sich möglicherweise ab Juli ein. Denn wenn alles gut läuft, wird die derzeit vakante zweite Vollzeitstelle im JUZ ab diesem Sommer neu besetzt. „Wir haben eine Zusage, nur der Vertrag muss noch unterschrieben werden“, berichtet Bajaa. Mit der zweiten pädagogischen Kraft können dann mehrere Räume aufgemacht werden, somit können auch mehr Jugendliche das JUZ besuchen. „Wir haben eine erlaubte Kapazität von zehn Personen“, sagt der Leiter.

Dass es im JUZ mittlerweile zwei Vollzeitstellen gibt, sorgte über die vergangenen Jahre für einen Anstieg der Personalkosten, wie Gemeindekämmerer Dominik Wendlinger jüngst im Holzkirchner Gemeinderat erläuterte. Der Budgetplanung zufolge werden bis 2023 rund 140.000 Euro pro Jahr ins JUZ fließen. Darin sind neben den Personalkosten auch Ausgaben für den laufenden Betrieb enthalten, etwa Zuschüsse für das Ferienprogramm. Das JUZ wird zwar vom Kreisjugendring betrieben, die Kosten hierfür werden aber von der Gemeinde Holzkirchen übernommen.

Gemeinderat genehmigt einstimmig die finanziellen Mittel fürs JUZ

Sebastian Franz (CSU) erkundigte sich nach möglichen Investitionen, die künftig anfallen könnten. Wendlinger betonte, dass das JUZ gut dastehe. Falle dennoch etwas an, habe man genügend Jongliermasse im Haushalt. Ulrike Küster (Bündnis 90/Die Grünen) lobte die Arbeit, die in der Einrichtung geleistet wird. Und auch Bürgermeister Christoph Schmid (CSU) betonte gegenüber unserer Zeitung, wie wichtig das JUZ sei: „Die Jugendlichen, die dorthin kommen, verdienen unsere Aufmerksamkeit“. Die Gemeinderäte gaben in ihrer Sitzung die Mittel für das JUZ einstimmig frei.

Lesen Sie hier einen Bericht zum 25-jährigen Bestehen des JUZ: Ein Treffpunkt ohne Zwänge

Die Eröffnung des JUZ, so berichtet Bajaa einen Tag danach, sei wunderbar gelaufen: „Wir hatten volles Haus.“ Die Besucher würden sich an die Corona-Regeln halten und das Angebot werde „superpositiv“ angenommen. „Das tut den Jugendlichen sehr gut“, erklärt der hörbar erfreute JUZ-Leiter. Wie es scheint, geht es also „weiter mit der Freude“ im Holzkirchner JUZ.

Andreas Wolkenstein

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