Der Eingang zur Mittelschule ist an der Säggasse geplant
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Der Eingang zur Mittelschule ist an der Säggasse geplant

Planungswettbewerb

So soll Holzkirchens neue Mittelschule aussehen

  • Bettina Stuhlweißenburg
    vonBettina Stuhlweißenburg
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Lernwohnungen statt Klassenzimmer, Pausenhof mit Dachterrasse, Ganztagsräume mit Wohlfühlcharakter: Der Neubau der Holzkirchner Mittelschule verspricht zeitgemäßes Lehren und Lernen – zumindest wenn er so gebaut wird, wie es der Siegerentwurf des Planungswettbewerbs vorsieht.

Das Modell zeigt, wie die drei Gebäudeteile auf dem fast 6000 Quadratmeter großen Gelände angeordnet sind.

Holzkirchen – 17 Architekturbüros hatten am Wettbewerb teilgenommen, den der Markt Holzkirchen im November 2020 ausgelobt hatte, um den besten Entwurf für den Neubau der in die Jahre gekommenen Mittelschule zu finden (wir berichteten). Das Rennen haben jetzt das Münchner Büro „karlundp“ zusammen mit Schegk Landschaftsarchitekten aus Haimhausen gemacht.

„Der Entwurf ist von der Funktion her gedacht und trifft zu 100 Prozent das, was die Schulfamilie erwartet“, sagte Fachpreisrichter Bernhard Peck bei der Vorstellung der Wettbewerbsergebnisse am Mittwoch im Gemeinderat. Vor allem die Einbindung der Grundschule, die Anordnung des Ganztags sowie die Sitzfreitreppe, die vom Pausenhof zu einer Dachterrasse für Schüler führt, überzeugten Jury und Lehrer, die mitreden durften.

Flexible Raumstrukturen

Ausschlaggebend war zudem die Qualität der „Lernwohnungen“. Diese bedeuten, dass es keinen Flur gibt, an den sich links und rechts die Klassenzimmer aneinanderreihen. Stattdessen sind die Klassenzimmer durch einen Marktplatz verbunden, der Arbeitsplätze für Kleingruppen, einzelne Schüler und Leseecken vorsieht. Mobile Elementwände und Schiebetüren ermöglichen flexible Raumstrukturen. Die Idee ist, den Frontalunterricht besser mit alternativen Unterrichtsformen ergänzen zu können.

Der Entwurf sieht drei verknüpfte Gebäudeteile vor. Im viergeschossigen Haupthaus mit Lichthof liegen die drei Lernwohnungen, mit jeweils sechs Klassenzimmern. Die Lernwohnungen haben einen identischen Grundriss und befinden sich übereinanderliegend im ersten, zweiten und dritten Obergeschoss. Im Erdgeschoss befindet sich das „Herz der Schule“ – eine Gemeinschaftsfläche mit Aufenthaltsqualität, die zum Entree, zum Pausenhof, zum Ganztag (im eingeschossigen Nebenbau) und zum zweigeschossigen Nebenbau führt. Sie unterteilt sich in einen lauten Bereich, der auch als Indoor-Pausenhof dient und in einen leisen Bereich im Erdgeschoss des zweistöckigen Nebengebäudes. Das Treppenhaus grenzt den lauten vom leisen Bereich ab. An das „Herz der Schule“ grenzt die Mensa an, die zweigeteilt ist, weil auch die Grundschüler hier essen sollen.

Verbindung zur Grundschule

Im zweigeschossigen Nebenhaus befindet sich unter anderem der Lehrer- und Verwaltungstrakt. Dieser ist als Schutzbereich angelegt. Das heißt, dass Schüler, Eltern und andere Gäste ihn nur betreten können, wenn sie dazu aufgefordert werden. Es gibt nur einen – separaten – Eingang, der vom Sekretariat gut einsehbar ist und sich auf der Seite der Baumgartenstraße befindet. Hier sind auch 15 Parkplätze sowie 215 Radstellplätze (115 überdacht) untergebracht. Der Haupteingang befindet sich an der Säggasse. Von hier aus führt auch ein überdachter Weg zur Grundschule.

Fassade mit Holzelementen

Die Schule soll in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet werden, das heißt, dass Stahlbeton verbaut wird, die Fassade aber überwiegend aus Holzelementen besteht.

Die Wettbewerbsjury hat auch einen zweiten, dritten und vierten Preis vergeben. Im weiteren Verfahren sollen auch diese Preisträger ein Angebot abgeben. Die Jury empfiehlt aber, den Siegerentwurf weiterzuverfolgen. Laut CSU-Gemeinderätin Martina Schweighofer war der ohnehin einer der kostengünstigsten.

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