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Der Mountainbike-Nachwuchs des RSLC und der Équipe Vélo freut sich über den frisch angelegten Trainingsplatz im Moarhölz südlich von Holzkirchen.

Neue Kids-Bike-Anlage im Moarhölzl

Rauf auf die Wellen

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Holzkirchen - Das erste Ziel ist erreicht: Die Holzkirchner Radsportvereine RSLC und Équipe Vélo haben im Moarhölzl einen Trainings-Parcours für ihren Mountainbike-Nachwuchs gebaut. Jetzt will man für ein größeres Ziel strampeln – einen Bike-Park für Erwachsene, am besten gleich nebenan. Die Gemeinde jedoch schaltet hier erst einmal einen Gang zurück.

Wo früher Humushaufen lagerten und Brennnesseln wucherten, ist jetzt Geschicklichkeit gefragt: Über 50 Kinder der beiden Radsportklubs trainieren mittlerweile regelmäßig auf der „Kids-Bike-Anlage“ im Süden Holzkirchens, unweit der Traglufthalle für Flüchtlinge. „Wir haben das Gelände in vielen Stunden Eigenarbeit modelliert“, sagt Barbara Thiel, Sprecherin der Équipe Vélo. Der Kurs führt über Wellen und kleine Sprünge. „Auf zwei Wippen können die Kinder Gleichgewicht, Technik und Geschicklichkeit trainieren“, ergänzt Georg Smolka, der das Projekt für den RSLC betreut. Paletten imitieren Wurzelwerk. Neben dem Parcours kiesten die Radsportler einen Parkplatz auf. 

Besondere Verdienste um den Bau erwarb sich der Holzkirchner Klaus Betzinger, der in beiden Vereinen Mitglied ist und mit seinem Minibagger und anderem Gerät aus dem „Familienfundus“ den Parcours formte. Dennoch, für Material und Maschinen entstanden auch Unkosten; Smolka schätzt die Summe auf rund 8000 Euro. „Wir würden uns über Sponsoren freuen“, sagt Thiel.

Die Marktgemeinde sitzt als Grundeigentümerin mit im Boot. Ein Gestattungsvertrag erlaubt den Vereinen die Nutzung als Fahrrad-Übungsplatz. Zwei Tafeln weisen darauf hin, dass das Rathaus keinerlei Haftung übernimmt. „Mit der Bereitstellung der Fläche haben wir unser Versprechen gehalten, nach dem Radlverbot im Kogel den Vereinen einen Ersatz zu bieten“, sagt Bürgermeister Olaf von Löwis.

Befahren darf den Parcours jeder Radler, der das auf eigene Gefahr tut und sich an die auf Schildern dokumentierten Regeln hält. „Helm ist natürlich Pflicht“, betont Smolka, „und Mopeds sind nicht erlaubt.“ Der Parcours sei bereits regelmäßig belegt, berichtet Barbara Thiel. Sogar überregional ist Interesse erwacht: Der bayerische Radsportverband trainierte auf dem „Dirtplatz Holzkirchen“ bereits zweimal mit einem Mountainbike-Team. 

Den Schwung würden die beiden Holzkirchner Vereine gerne nützen, um einen größeren Bikepark für erwachsene Sportler bauen zu können (wir berichteten). Im Moarhölzl, auf Gemeindegrund, wäre dafür durchaus noch Platz, sagt Smolka. Schräg gegenüber der Traglufthalle in Richtung Thanner Weiher, ließe sich so ein Kurs formen. Es bestehe die Aussicht, den Aushub der B 318-Tieferlegung zu günstigen Konditionen zu bekommen, um damit ein ansprechendes Gelände zu formen. Gespräche dazu habe es bereits gegeben (wir berichteten). 

Er habe Verständnis für diesen Wunsch, sagt der Bürgermeister, zieht aber die Euphorie-Bremse. „Als Gemeinde müssen wir schauen, dass wir uns im Moarhölzl nichts verbauen“, sagt Löwis. Wenn man zum Beispiel über neue Strukturen im Herdergarten nachdenke und eventuell ein neuer Festplatz zu finden sei, wäre es unklug, im Moarhölzl nicht alle Optionen zu haben. „Solche Dinge müssen wir zu Ende denken“, sagt Löwis. 

Die Option, am nahen Taubenberg einen regulären Mountainbike-Trail genehmigt zu bekommen, ist in weite Ferne gerückt. Löwis berichtet von einem Gespräch vor wenigen Tagen, an dem die Gemeinden Holzkirchen und Warngau, die Touristiker der Alpenregion Schliersee-Tegernsee (ATS) sowie die Grundstücksbesitzer – insbesondere die Städtische Forstverwaltung München – teilnahmen.

„Ich sehe wenig Chancen für eine offizielle Route am Taubenberg“, sagt Löwis. Es gehe vielmehr darum, dort die bestehenden Nutzungskonflikte zwischen Forstbetrieb, Naturschutz und Wanderern auf der einen sowie Mountainbikern auf der anderen Seite aufzulösen. Löwis: „ATS und wir Gemeinden sind da gefordert.“ (avh)

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