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„Glücksgriff“: Bürgermeister Olaf von Löwis schätzt den neuen Beauftragten für Migranten, Bassem Bajaa.

Größeres Aufgabenfeld

Neuer Beauftragter für Migranten: Viel Lob zum Dienstantritt

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Mit Bassem Bajaa hat die Marktgemeinde einen neuen Beauftragten für Migranten bestellt. Den Jugendlichen im Ort dürfte er bestens bekannt sein.

Holzkirchen – Seit dem Rückzug von Maria Korell und Eva Krause als Integrationsbeauftragte der Marktgemeinde Ende 2016 war der Posten verwaist. Dieses Vakuum ist nun wieder gefüllt. Mit Bassem Bajaa hat die Kommune einen Nachfolger gefunden. Der gebürtige Syrer ist der neue Beauftragte für Migranten in Holzkirchen. „Ein Glücksgriff für uns“, befand Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) jüngst im Marktgemeinderat.

Bajaa ist kein Unbekannter. Seit zwei Jahren arbeitet der promovierte Sportwissenschaftler im örtlichen Jugendzentrum, das vom Kreisjugendring betrieben wird. Seine Kontakte zu den Jugendlichen und seine Erfahrung wolle er nun in die Arbeit einbringen, sagte Bajaa, als er sich in der Sitzung den Marktgemeinderäten vorstellte. „Gerade Integration war immer ein großes Thema im JUZ“, berichtete er. Durch verschiedene Projekte habe man die Jugendlichen für die Thematik sensibilisiert und Toleranz schaffen können. „Ich bin überzeugt“, sagte der zweifache Familienvater, „dass wir das auch im Großen erreichen können.“

Sein Aufgabenfeld ist dabei bewusst breiter gefächert als das seiner Vorgänger. „Integration ist viel mehr als das, was die Integrationsbeauftragten bislang gemacht haben“, erläuterte Robert Haunschild, der Geschäftsleiter im Holzkirchner Rathaus. Man wollte den Fokus breiter fassen. Das zeigt auch der Titel: Beauftragter für Migranten statt – wie bisher – Integrationsbeauftragter. Bajaa soll ein Ansprechpartner für alle Bürger mit Migrationshintergrund sein, sagte Haunschild. „Von den ausländischen Mitarbeitern bei Hexal bis zu Asylbewerbern.“

Konkret kümmert sich Bajaa um die Koordination der Einrichtungen, die vor Ort mit Migranten zusammenarbeiten. Auch auf Landkreis-Ebene soll er den Markt in dieser Sache vertreten. „Er ist nicht auf Holzkirchen beschränkt“, erklärte Haunschild. Mit Bajaa habe man die „ideale“ Besetzung gefunden.

Durch seinen eigenen Migrationshintergrund, sagte Bajaa, sei er mit der arabischen und nordafrikanischen Kultur bestens vertraut. Auch sprachlich dürfte ihm die Arbeit keine Probleme bereiten. Nach eigenen Angaben spricht er neben deutsch auch arabisch, kurdisch, englisch – „und bairisch“, wie er betonte.

Nicht zuletzt damit konnte er die Marktgemeinderäte überzeugen. Das Gremium bestellte in einstimmig zum Beauftragten für Migranten.

fp

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