Neuer Pächter: Siamak Zari übernimmt das Stüberl am Holzkirchner Eisstadion. Die Küche will er um griechische Gerichte erweitern, aber innendrin bleibt ’s gleich: mit Postern, Bildern und Pokalen.  Foto: Thomas plettenberg
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Neuer Pächter: Siamak Zari übernimmt das Stüberl am Holzkirchner Eisstadion. Die Küche will er um griechische Gerichte erweitern, aber innendrin bleibt ’s gleich: mit Postern, Bildern und Pokalen.

Das alte Flair soll bleiben

Neuer Pächter am Eisstadion: Griechische Abende und altes Flair

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Siamak Zari ist der neue Pächter im Stüberl neben dem Eisstadion in Holzkirchen. Die Türen gehen voraussichtlich am 1. November auf – und laden ein in ein Stück Griechenland.

Holzkirchen – Siamak Zari will dem Stüberl neben dem Eisstadion eine eigene Note verpassen, aber er will es nicht übertreiben: „Wir wollen die Küche erweitern“, erklärt der 53-Jährige. Also zum Beispiel ab und zu griechische Gerichte anbieten, auch ein griechischer Abend mit Musik sei denkbar. Aber er betont: „Es soll keine griechische Taverne sein.“ Vielmehr will er sich an dem Bedarf der Gäste orientieren. Das gilt auch für die Öffnungszeiten. „Eventuell machen wir nachmittags etwas früher auf.“ Je nach den Eiszeiten der Vereins-Kinder. „Da warten wir noch auf den Plan.“ Im Inneren sollen die Vereinsfarben des ESC prangen. Das alte Flair soll aber bleiben – mitsamt der Pokale und Bilder.

Jetzt ist es offiziell: Der 53-jährige Zari aus Holzkirchen übernimmt das Stüberl neben dem Eisstadion in Holzkirchen. Laut Albert Götz, Geschäftsführer der Gemeindewerke, denen die Gaststätte an der Thanner Straße gehört, ist der Pachtvertrag unterschrieben. „Allerdings läuft er erst mal befristet für ein Jahr.“ Mit Option auf Verlängerung. Immerhin müssten beide Seiten dann sehen, „ob es passt“. Der Vertrag gelte ab 1. November, das Stüberl soll dann also zeitgleich mit dem Eisstadion (wir berichteten) öffnen. Spielt die Witterung mit, bleibt es bei dem Termin, sagt Götz.

Wie berichtet, gab der bisherige Betreiber Rudolf Üblacker, der auch die Gaststätte neben dem Batusa-Hallenbad betreibt, das Stüberl am Hubertus-Stadion auf. Beide Lokale werden ihm auf die Dauer zu viel, erklärte der 65-Jährige heuer im Sommer gegenüber unserer Zeitung.

Zari bringt nach eigenen Angaben einige Erfahrung im Gastgewerbe mit. Einst betrieb er mit seinen Eltern eine Bayerische Wirtschaft in München-Schwabing, zwischendrin pachtete die Vereinsgaststätte des ESV Freimann. Über Bekannte ist er dann zu Üblacker gekommen. Er arbeitete in dessen Stüberl am Eisstadion und am Batusa.

Zari ist halb Perser und halb Deutscher und kam in München auf die Welt, wo er lange lebte. Seit gut sechs Jahren wohnt er in Holzkirchen. Vor 13 Jahren erfüllte er sich einen Traum „vom Leben im Süden“ und kaufte sich in Griechenland in der Nähe der Stadt Kalamata ein Häuschen und etwas Grund dazu – daher kommt auch die Idee mit den griechischen Abenden in Holzkirchen. Bald zog er eine Olivenplantage hoch, er vertreibt sein eigenes Olivenöl, transportiert es jedes Jahr auf seinem Auto-Anhänger nach Holzkirchen. Seither verbringt Zari die Sommermonate in Griechenland, den Winter über bleibt er in Deutschland. „Deshalb passt das auch mit dem Eisstadions-Stüberl so gut“, erklärt er. Dieses sei in der Regel von November bis Ende Februar geöffnet. Also genau in der Zeit, in der er sowieso immer in Holzkirchen ist. Zari selbst wird als Wirt die Gäste – Eishockeyspieler, Fans, Eisstockschützen und Eiskunstläufer sowie Externe – bedienen. Seine Lebensgefährtin – die namentlich nicht in der Zeitung stehen möchte – kocht in der Küche auf.

Als Zari heuer im Sommer wieder mal in Griechenland war, renovierten die Gemeindewerke das Stüberl. Zum Beispiel erneuerten sie den Boden, erklärt Götz. Die Restarbeiten seien bis November fertig. Auch die Entwässerung auf dem gesamten Gelände wurde auf Vordermann gebracht. Rund 20 000 Euro steckte das Kommunalunternehmen in die aktuelle Renovierung. Nächstes Jahr wolle man die WC-Anlagen modernisieren, kündigt Götz an. Dafür habe heuer das Geld nicht mehr gereicht.

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