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Eingeschwebt: Ein Spezialkran hob am Donnerstag neben dem Marktplatz die neue Trafostation auf ihr Fundament. Nicht weniger als 43 Tonnen hingen am Haken.

Neues Trafohaus am Marktplatz

Starke Stromquellemitten in Holzkirchen

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41 Jahre lang war das alte Trafohäuschen am Marktplatz im Dienst, am Donnerstag schwebte der Nachfolger ein. Die verstärkte Stromquelle eröffnet neue Möglichkeiten- auch für Elektro-Autos.   

Holzkirchen – Ein Spezialkran setzte am Donnerstag die neue Trafostation auf den Platz neben dem öffentlichen WC, nachdem derselbe Kran dort das ausrangierte alte Häuschen abgehoben hatte. Die Stromversorgung im Ortszentrum ist damit gesichert – und für die Aufgaben der Zukunft gerüstet. Die neue Technik schafft etwa die Voraussetzungen dafür, in der Nähe mehrere Ladestationen für Elektro-Autos zu installieren – auch die begehrten Schnelllade-Tankstellen.

„Der Austausch war überfällig“, sagt Albert Götz, Geschäftsführer der Gemeindewerke. In der alten Station (Baujahr 1976) leckte das Dach, die Technik war störungsanfällig. „Es wurde nicht mehr zuverlässig geschaltet“, sagt Götz. Zudem reichte die Kapazität der veralteten Technik längst nicht mehr, um den wachsenden Stromhunger bedienen zu können.

 „Wir haben an diesem wichtigen Netzknoten die Energie-Kapazität verdoppelt“, sagt Götz. „Die Versorgungssicherheit hat sich damit wesentlich verbessert.“ Die Gemeindewerke investieren insgesamt 120 000 Euro in diese Nachrüstung.

Die neue Station verfügt über zwei Transformatoren, deren Aufgabe es ist, die 20 000 Volt der Mittelspannungskabel in haushaltsübliche Steckdosen-Mengen abzuregeln. Ein Schaltkreis bedient den Regelbetrieb, ein zweiter Transformator bleibt für Sonderaufgaben in Reserve. „Wenn das Frühlingsfest dranhing oder andere Festivitäten im Ortskern verstromt werden mussten, sind wir mit dem alten Trafohäuschen immer schnell an Grenzen gestoßen“, berichtet Götz.

Denkbar ist jetzt auch, im Umfeld Elektro-Ladestationen für Autos einzurichten. „Das ist angedacht, konkrete Pläne gibt es aber nicht“, sagt der Gemeindewerke-Chef.

Das neue Trafohaus wurde vom Hersteller in Ingolstadt maßgeschneidert vorgefertigt, ein Schwertransporter brachte die 43 Tonnen schwere Station nach Holzkirchen. Da der Vorgänger – er wog nur 23 Tonnen – kleiner dimensioniert war, musste im Umfeld eine Linde weichen. Die Anschlussarbeiten werden laut Götz noch dauern. Er rechnet damit, dass das neue Trafohaus in etwa vier Wochen in Betrieb geht.

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