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Die Norma-Filiale in Holzkirchen soll wachsen. Der Discounter plant dazu einen Neubau neben dem bestehenden Markt.

Neubau für Discounter in Holzkirchen geplant

Norma will erweitern

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Norma will mit anderen Discountern in Holzkirchen gleichziehen und seine Verkaufsfläche vergrößern. Einem entsprechenden Neubau neben der bestehenden Filiale hat nun der Bauausschuss zugestimmt. 

Holzkirchen – Die Regale sind voll, die Gänge so eng, dass kaum zwei Einkaufswagen aneinander vorbeikommen. Die Norma-Filiale neben dem McDonald’s in Holzkirchen platzt aus allen Nähten. Das Sortiment drängt sich auf circa 500 Quadratmetern. Norma braucht nach eigenen Angaben dringend mehr Fläche. Und möchte laut Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) größenmäßig mit der Konkurrenz gleichziehen. Namentlich mit den anderen Discountern Aldi, Lidl und Penny, die sich im Gewerbegebiet-Ost befinden.

Ein Neubau für Norma war vor über einem Jahr schon mal im Gespräch (wir berichteten). Nun kam das Vorhaben im Bauausschuss auf den Tisch, das Gremium stimmte am Ende zu. Ein Grundeigentümer, der laut Norma lieber nicht genannt werden möchte, baue das Gebäude und vermiete es später an den Discounter. Zusätzlich soll Wohnraum auf dem Areal entstehen. „Den können wir dringend gebrauchen, das stößt bei uns auf Gegenliebe“, meint der Bürgermeister auf Anfrage. Nicht nur seitens der Gemeinde, nein auch von privater Seite würden Angebote für Wohnraum geschaffen.

Der Bauwerber hat für das Anwesen an der Heignkamer Straße 4 und 6 Großes vor. Auf dem Letztgenannten und nördlicheren der beiden Flächen möchte er gemäß seinem Antrag ein Wohn- und Geschäftsgebäude mit Gewerbeflächen für großflächigen Einzelhandel mit darüber liegenden Reihenhäusern (als Laternengeschoss) und Tiefgarage errichten. Das bestehende Gebäude soll abgebrochen werden. Das Anwesen mit der Hausnummer 4 bleibt bestehen. Der derzeit hierin befindliche Norma soll später in den nördlichen geplanten Gebäudekörper ins Erdgeschoss umziehen, wo dann eine Verkaufsfläche von circa 900 bis 1000 Quadratmetern zur Verfügung steht. Die frei werdenden Räumlichkeiten Heignkamer Straße 4 werden später anderweitig besetzt. Auch hier ist laut Verwaltung geplant, Wohnungen auf das Erdgeschoss zu setzen.

Nach den Vorgaben des für diese Grundstücke gültigen Bebauungsplanes ist die Umsetzung des Vorhabens laut Verwaltung im nördlichen Bereich nicht möglich, da die Verkaufsfläche von über 800 Quadratmetern die Ausweisung eines Sondergebietes erfordert. Daher sei ein vorhabenbezogener Bebauungsplan nötig, der Festsetzungen für ein Sondergebiet enthält. Nach Auskunft der Regierung sei das Vorhaben dann machbar, hieß es aus dem Bauamt. Das Gremium müsse nun „Ja oder Nein zum weiteren Vorgehen“ sagen, meinte Löwis. Der Bauausschuss empfahl dem Gemeinderat einstimmig, das Verfahren für die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans einzuleiten.

Von Norma heißt es: „Mitte 2018 ist der Einzug geplant.“ Der Übergang soll reibungslos ablaufen. Am Samstag sperre man die alte Verkaufsfläche zu, am Montag drauf die neue auf. Hier würden weitere Arbeitsplätze entstehen, die genaue Zahl sei noch offen. „Das Sortiment wird sich im Grundsatz nicht ändern.“ Allerdings könne man die Artikel im Neubau besser präsentieren, weil es dort mehr Platz gebe.

Löwis findet die Idee, auf die Verkaufsräume Wohnraum mittels Laternengeschoss zu bauen, spannend. Ob der Eigentümer die Wohneinheiten vermieten oder verkaufen möchte, wisse die Gemeinde nicht. Die späteren Bewohner des nahegelegenen Neubaugebiets Inselkam-Maitz könnten bei Norma und in den weiteren Geschäften (zum Beispiel der Tengelmann nebenan) in der Ecke zum Einkaufen gehen, ohne ins Ortszentrum fahren zu müssen. Die Nordspange dockt direkt dort an. Insgesamt werde das Quartier dadurch gestärkt. „Theoretisch könnte das Gewerbegebiet-West weiter wachsen“, sagt Löwis. Die Nachfrage sei da. Allerdings gehören der Gemeinde dort keine Flächen. „Da können wir nur vermitteln.“

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