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Service-Qualität: Oberland-Netz der BRB landet im Mittelfeld

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Von: Andreas Höger

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Positiver Trend: Gegenüber 2020 erhielt die BRB im ersten Halbjahr 2021 für die Service-Qualität in den Oberland-Zügen deutlich bessere Noten.
Positiver Trend: Gegenüber 2020 erhielt die BRB im ersten Halbjahr 2021 für die Service-Qualität in den Oberland-Zügen deutlich bessere Noten. © Thomas Plettenberg

Der Trend geht nach oben, doch im bayernweiten Vergleich reicht es nur für einen Platz im Mittelfeld: Bei der Service-Qualität landet das Oberland-Netz der BRB im aktuellen BEG-Ranking auf Rang 17 von 31.

Holzkirchen - Sind die Züge sauber? Werden Passagiere rechtzeitig und gut informiert? Waren die Toiletten immer benutzbar und schlugen die Zugbegleiter einen freundlichen Ton an? Die Servicequalität der bayerischen Regionalbahnen spiegelt die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) in einem Punkte-Ranking, das halbjährlich aktualisiert wird. Für das Oberland-Netz der Bayerischen Regiobahn (BRB) reichte es in der ersten Jahreshälfte 2021 wieder nicht zu einem Spitzenplatz: Rang 17 von 31 bewerteten Bahnen, so verkündet es das gestern veröffentlichet BEG-Ranking.

Man dürfe nicht nur auf die Platzierung schauen, sagt BRB-Geschäftsführer Fabian Amini. Betrachte man den Absolutwert, dann sei festzustellen, „dass sich das Netz Oberland in der Punktzahl deutlich verbessert hat“. Tatsächlich steigerte sich die BRB auf ihrem Stammnetz relativ deutlich von 43,15 Punkten im Jahresranking 2020 auf 52,53 im ersten Halbjahr 2021. Amini führt diese Verbesserung auf den „positiven Effekt durch unsere Neufahrzeuge“ zurück und geht davon aus, dass der Trend „weiterhin nach oben gehen wird.“

Meridian verliert Punkte

Mittlerweile ist die BRB mit drei weiteren Netzen im Ranking gelistet. Am besten schneiden die Ostallgäu-Lechfeld-Verbindungen ab (77,02 Punkte), was einen guten 7. Platz im Ranking bringt. Um 17 Punkte ging es von Januar bis Ende Juni nach oben. „Da ist uns seit Ende 2018 ein guter Einstieg gelungen“, freut sich Amini. Im Netz Ammersee-Altmühltal, das über zehn Punkte einbüßte und auf Rang 15 landete, müsse man den Kundenservice verbessern, räumt der BRB-Chef ein, „da ist Luft nach oben“. Gearbeitet werde hier zudem an technischen Verbesserungen. Vier Plätze schlechter als das Oberland-Netz reiht sich der BRB-Meridian (Chiemgau-Inntal) im BEG-Ranking ein. Die Punktzahl rutschte im ersten Halbjahr 2021 leicht auf 47,08 ab.

Amini will die Ergebnisse nicht zu hoch hängen. „Die Aussagekraft des Rankings ist auch im Lichte von Corona zu betrachten“, betont der BRB-Geschäftsführer, „das Bild ist noch immer etwas verzerrt.“ Insgesamt könne die BRB mit den Zahlen und der Entwicklung zufrieden sein, sagt Amini. „es gibt aber immer Verbesserungspotenzial – und dafür tun wir sehr viel.“

Die Skala des BEG-Rankings reicht von minus 100 bis zu plus 100. Erstmals seit Einführung des Messsystems im Jahr 2008 liegen alle 31 bewerteten Netze im Plus – und kommen damit in den Genuss staatlicher Bonuszahlungen. Der bayernweite Durchschnittswert lag zum Stichtag 30. Juni bei 56,05 Punkten. Spitzenreiter mit jeweils der „Traumnote“ 100 sind die Netze Kahlgrund (DB RegioNetz) und Agilis-Nord. Das Netz Oberpfalzbahn-Waldbahn besetzt mit 94,68 Punkten aktuell den dritten Rang. Übrigens: Pünktlichkeit spielt in diesem Bewertungssystem keine Rolle. Es geht ausschließlich um Service-Qualität.

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