Am Ortseingang von Großhartpenning bei Holzkirchen fahren Autos auf die Ortsdurchfahrt, die B13 (Tölzer Straße).
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Eine Linksabbiegerspur Richtung Sufferloh und eine Querungshilfe könnten am nördlichen Ortsausgang entstehen, um die Verkehrssituation in Großhartpenning zu beruhigen.

SPD fordert schnelle Maßnahmen

Ortsdurchfahrt Hartpenning: „Jetzt entschärfen“

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Die Ortsdurchfahrt in Großhartpenning muss sicherer werden, findet die SPD. In einem Antrag hat die Fraktion nun schnelle Maßnahmen gefordert.

  • Großhartpenning ächzt seit Jahren unter dem starken Verkehr
  • Behörden planen unter anderem Querungshilfen an Ortseingängen
  • SPD im Gemeinderat fordert vorab schnelle und einfache Maßnahmen

Großhartpenning ächzt seit Jahren unter dem Verkehr. Und gerade die beiden Ortsausgänge seien „sehr gefährlich“, findet der Holzkirchner SPD-Gemeinderat Wolfgang Huber. „Da passieren blöde Situationen“, sagt er. Von Süden, aus Richtung Bad Tölz, kommend etwa gebe es viel Verkehr im Kreuzungsbereich mit der Piesenkamer Straße, wo der Sportplatz liegt. Von Norden her würden die Autos meist erst kurz vor dem Ort abbremsen. Das erschwere den Fahrern aus Sufferloh, auf die B 13 zu gelangen.

Deshalb hat Huber, der selbst in Kleinhartpenning wohnt, im Namen der SPD-Fraktion nun einen Antrag im Gemeinderat gestellt. Zum einen ging es um die Verbesserung der Situation an der Ortsdurchfahrt Großhartpenning. Zum anderen um die Kreuzung zwischen B 13 und Dietramszeller Straße (St 2073).

Die SPD schlägt Geschwindigkeitstrichter vor

Für Hartpenning schlug Huber eine Mittellinie vor, die ein Überholen verhindert. Von Holzkirchen kommend schwebt der SPD ein „Geschwindigkeits-Trichter“ vor. Sodass vor dem Ortsschild Tempo 70 gelte – ähnlich wie von Tölz kommend. Auch Geschwindigkeitsanzeigen könnten die Lage verbessern – damit die Autos nicht mehr so durch den Ort rasen.

Für den Kreuzungsbereich zur Dietramszeller Straße sei ein Überholverbot sinnvoll, so Huber. Denn immer mehr Fußgänger und Radler würden die B13 dort queren, um auf die – auch noch versetzt gelegene – Straße Richtung Thann zu gelangen.

Dass die Gemeinde für die Ortsdurchfahrt Hartpenning gemeinsam mit anderen Stellen bereits seit Langem Maßnahmen plane, weiß die SPD zwar. Aber: „Die Verhandlungen dazu sind schwierig“, meint Huber. Der SPD gehe es darum, „jetzt entschärfend einzugreifen“. Mit einfachen Übergangslösungen. Die Ideen der SPD stünden später angedachten Maßnahmen nicht im Weg.

Mittellinie ist laut Bürgermeister nicht möglich

Laut Bürgermeister Christoph Schmid (CSU) ist es zu einfach gedacht, „mit einem Farbeimer einen Strich auf die Straße zu ziehen“, sagt er auf Nachfrage. Es handle sich um ein größeres Projekt. Für die Mittellinien sei Mindestbreite der Straße an vielen Stellen nicht ausreichend. Das Thema sei „in Arbeit“.

Laut Schmid gab es vor Kurzem ein Gespräch zwischen Gemeinde, Landratsamt und dem Staatlichem Bauamt Rosenheim dazu. Von einem Ingenieurbüro lägen erste Skizzen zur Lösung des Problems vor. Vorwiegend gehe es dabei um Möglichkeiten, wie Fußgänger die B13 in Großhartpenning überqueren können.

Ursula Lampe, Pressesprecherin im Staatlichen Bauamt Rosenheim, erklärt: „Derzeit laufen die Planungsabstimmungen.“ Die Gemeinde sei hierbei federführend und stimme sich mit dem Staatlichen Bauamt sowie weiteren Fachbehörden ab. Geplant seien einige Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Zum Beispiel eine Linksabbiegespur mit Querungshilfe am nördlichen Ortseingang zur Kreisstraße hin. Und eine Querungshilfe am südlichen Ortseingang. Ferner stehe der Ausbau der Gehwege in der Ortsdurchfahrt im Fokus, berichtet Lampe. Gerade hierfür müssten Anwohner wohl Grund abtreten, so Schmid. „Weitestgehend werden die Bestandsbreiten der B13 beibehalten“, ergänzt Lampe.

Kostenträger der Gehwege sei grundsätzlich der Markt Holzkirchen, so Lampe. Allerdings übernehmen für die Linksabbiegerspur am nördlichen Ortseingang die Kreuzungspartner anteilig Kosten: also Staatliches Bauamt für die Bundesstraße und Landkreis Miesbach für die Kreisstraße. Eine Kostenschätzung liege noch nicht vor.

Anwohner müssen Grund abtreten

Einen konkreten Zeitplan gibt es auch noch nicht, aber: „Den ersten Aufschlag dazu macht der Gemeinderat wohl nach der Sommerpause“, sagt Schmid. Davor allerdings möchte er unbedingt mit den betroffenen Anrainern sprechen. „Sobald wir weiter sind, zeigen wir den Anwohnern die Pläne.“ Dann könne man über einen möglichen Grunderwerb sprechen.

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