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Baustelle im Ortszentrum: Die Umgestaltung des Oskar-von-Miller-Platzes ist angelaufen.

Konzept steht

Oskar-von-Miller-Platz: Falsche Baustelle leitet Umgestaltung ein

Die Marktgemeinde hat ein flexibles Konzept zur Umgestaltung des Oskar-von-Miller-Platzes vorgestellt. Umsetzung läuft an. Eine fingierte Baustelle spielt dabei eine Rolle.

Holzkirchen– Es ist eines der Kernelemente des Mobilitäts- und Ortsentwicklungskonzepts der Marktgemeinde Holzkirchen: Der Oskar-von-Miller-Platz soll, so der einhellige Wunsch vieler Bürger, sicherer werden für Passanten und Radfahrer. Parkende Autos sind daher bereits vor geraumer Zeit verbannt worden. Nun folgt die optische Aufwertung der Fläche. Wie mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden kann, zeigt das ausgearbeitete Konzept, das die Rathausverwaltung kürzlich den gemeindlichen Jugend-, Senioren-, und Behinderten-Beauftragten, den umliegenden Einzelhändlern und den Vertretern der Gemeinderats-Fraktionen präsentiert hat.

„Auch wenn der Platz sehr klein ist, sehen wir in der Fläche eine besondere Bedeutung“, erläuterte Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU). Angesichts der beschränkten Maße mussten Ideen, wie etwa die eines kleinen Brunnens, verworfen werden. Doch die Planer haben sich mit den Gegebenheiten arrangiert.

Grundsätzlich sei der Platz für einen längeren Aufenthalt nur bedingt geeignet, erklärte Manuela Skorka vom gleichnamigen Planungsbüro, die das Ortsentwicklungskonzept für die Marktgemeinde aufgesetzt hat und mittlerweile mit einem Beratervertrag ausgestattet wurde. Deshalb läge der Schwerpunkt auf einer optischen Aufwertung.

Geplant ist, auf der Fläche Sitzgelegenheiten in Form von skulpturalen Elementen zu schaffen. Geplant sind Maßnahmen, die ohne größere bauliche Veränderungen aufgestellt und später gleichermaßen simpel zurückgenommen werden können. „Wir setzen ganz bewusst auf temporäre und damit flexible Lösungen, um einer zukünftigen Gesamtplanung nicht vorzugreifen“, erläuterte Löwis.

Große Sträucher in Pflanzgefäßen, sogenannte Felsenbirnen, ergänzen das Ensemble. Der Vorteil an dieser Pflanze liegt laut den Planern in dem lichten Laub und im schirmartigen Wuchs. Die Sicht zu den Geschäften werde nicht versperrt. Zudem soll das Angebot an Fahrradstellplätzen ausgeweitet werden.

Um den Charakter des Platzes in den Vordergrund zu rücken, plant die Gemeinde ein Muster auf dem Boden. Hierfür hatte die Verwaltung mehrere lokale Künstler und Grafikagenturen dazu aufgerufen, Vorschläge zur Bodengestaltung einzureichen. Bei der Vorstellung des Konzepts entschieden sich die Beteiligten für die Gestaltungsvariante des Holzkirchner Künstlers Horst Hermenau und seiner Kunstschülerinnen des Gymnasiums Hohenburg.

Das Konzept steht also, jetzt geht es an die Umsetzung: Die Markierung der Parkplätze ist vor Längerem entfernt worden. Parken ist dort seitdem offiziell nicht mehr erlaubt. Ein Verbot, das zuletzt nicht immer eingehalten wurde. Auch die Litfaßsäule ist inzwischen verschwunden, um Platz für die neuen Ideen zu machen. In der ersten Maihälfte, so der Plan, startet die Aufhübschungs-Kur mit der Gestaltung des Bodens, bevor die Sitzmöglichkeiten aufgestellt werden.

Wie die Gemeinde mitteilt, blockiert in der Zwischenzeit eine „fingierte Baustelle“ die Fläche. Die rot-weißen Baken stehen bereits. Schön ist das (noch) nicht, Parker bleiben aber definitiv fern.

fp/mm

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