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Johannes Spatz, Vorstandsvorsitzender der Panasonic Electric Works Europe AG (v.r.), überreicht den symbolischen, goldenen Schlüssel an Wolfgang Bogner, den Geschäftsführer der Eckpfeiler Immobilien Gruppe. Auch Bürgermeister Olaf von Löwis ist zufrieden mit dem neuen Eigentümer.

Technologiepark geplant

Panasonic-Gelände hat neuen Eigentümer

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Das Panasonic-Gelände ist verkauft. Die Eckpfeiler Immobilien Gruppe will den Bestand umgestalten und freie Flächen bebauen.  Ein Technologiepark soll entstehen.

Holzkirchen– Endlich zieht wieder Leben in das Gebäude ein. Die Jalousien sind noch heruntergelassen, doch die große Schiebetür am Eingang geht einladend auf, drinnen warten Häppchen. Einige Gäste versammeln sich auf dem Vorplatz, shakern, lachen. Dann wird es offiziell: Johannes Spatz, Vorstandsvorsitzender der Panasonic Electric Works (PEW) Europe AG, überreicht Wolfgang Bogner, dem Geschäftsführer der Eckpfeiler Immobilien Gruppe, einen großen goldenen Schlüssel. Der symbolische Akt ist getan. Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) prostet Bogner mit einem Glas Sekt zu: „Herzlich willkommen in Holzkirchen“, sagt er.

Das Münchner Immobilienunternehmen Eckpfeiler hat das ehemalige Panasonic -Gelände am Rudolf-Diesel-Ring in Holzkirchen gekauft. Die Verträge sind unterzeichnet, der offizielle Besitzübergang ist für Mitte November geplant. Über die Verkaufssumme haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

„Wir haben die richtige Entscheidung getroffen“, sagt Spatz. Ganz leicht hatte sich Panasonic den Entschluss nicht gemacht. „Wir haben viel in diesen Standort investiert und uns in Holzkirchen sehr wohl gefühlt“, sagt Spatz. „Uns liegt viel daran, dass unser ehemaliger Firmensitz in gute Hände kommt.“ Zuletzt waren drei Interessenten in der engeren Auswahl. Schließlich machte die Eckpfeiler Gruppe das Rennen.

Der neue Eigentümer mit Sitz in München und Pullach bringt Erfahrung in der Entwicklung von Gewerbeflächen und Wohnprojekten mit, Holzkirchen ist dabei eines von mehreren Projekten. Die Firma ist im Münchner Raum, in Norddeutschland und den USA tätig. Laut Geschäftsführer Bogner gestaltet die Eckpfeiler das Gebäude um und beplant die noch unbebauten Flächen im Norden und Süden des Areals, wo Neubauten erwachsen. Insgesamt stehen über 20 000 Quadratmeter zur Verfügung, die bisherige Nutzfläche umfasst 12 000 Quadratmeter. Nach Fertigstellung vermietet Eckpfeiler die Gebäude, voraussichtlich sogar an mehrere Nutzer, größere Ankermieter sind erwünscht. Der Standort eigene sich gut für kleine und mittelständische Unternehmen. Die Lage in Nachbarschaft zu Sandoz, Hexal und Novartis sei attraktiv, die Verkehrsanbindung sehr gut. Ein Technologiepark soll entstehen. Drei erste Kandidaten hätten bereits ihr Interesse bekundet. Auch Bürgermeister Löwis ist zufrieden. „Ein Technologiepark passt zu der Umgebung“, findet er. Positiv aufgefallen ist ihm, dass Eckpfeiler sofort das Gespräch mit der Gemeinde suchte.

Der neue Eigentümer will aufs Gas treten. „Bald stellen wir eine große Tafel vor dem Gelände auf, auf der wir die Flächen anbieten“, meint Bogner. „In zwei Jahren soll hier wieder Licht brennen.“

Lange genug waren die Lichter aus. Ende 2015 verließ Panasonic Holzkirchen nach gut 25 Jahren, bis Mitte 2016 waren alle 250 Mitarbeiter wegen einer Umstrukturierung im Großkonzern nach Ottobrunn gezogen (wir berichteten). „Wir haben Holzkirchen mit Wehmut verlassen“, erinnert sich Spatz. Er selbst und viele andere Angestellte leben bis heute in der Marktgemeinde. „Auch für uns war es damals ein Schock“, erzählt Löwis. Viele Mitarbeiter, die sich um ihren Arbeitsplatz sorgten, schlugen bei der Gemeinde auf. Inzwischen aber hat sich alles offenbar in Wohlgefallen aufgelöst. „Wir haben keine Mitarbeiter verloren“, betont Spatz. Ein Panasonic-Shuttle-Bus kutschiere die Holzkirchner sogar nach Ottobrunn. Dort geht es nicht um Fernseher oder Unterhaltungs-Elektronik, sondern um Automatisierungstechnik für die Industrie.

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