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Hinter der Schranke liegen Parkplätze, die ausschließlich Mitarbeitern des AELF dienen. Nur wer einen Chip hat, kommt rein.

Einfach wird das nicht

Parkplatznot am Grünen Zentrum: Amtschef schwebt Lösung vor

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Die Parkplätze am Grünen Zentrum reichen nicht aus. Vor allem zu den Stoßzeiten. Der neue Behördenleiter Rolf Oehler hat eine Idee, wie man das Problem lösen könnte. 

Holzkirchen– Immer wieder gibt es Spitzen. Vor allem zwickt es im Winter. Dann konkurrieren zusätzlich zum Personal die Schüler von Landwirtschaftsschule und Almakademie um Parkplätze. Sie alle haben dann Semester. Die Schülerinnen der Hauswirtschaftschule können im Wohnheim nebenan wohnen, hier gibt es rund 23 Plätze. „Die Mädels stellen auch ihr Auto ab“, sagt Rolf Oehler, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Holzkirchen. Am liebsten natürlich direkt vor der Haustür. 80 Schüler drängen sich dann im Haus. In dieser Periode kommen zuweilen viele Antragsteller vorbei. Finden dann noch zusätzliche Veranstaltungen statt: „Dann wird es eng.“ Viele Leute weichen auf umliegende Parkmöglichkeiten aus.

Um die Parkplatzsituation am Grünen Zentrum in Holzkirchen zu entzerren, überlegt Oehler nun, der seit Ende April neuer Behördenchef ist, die Almakademie zeitlich etwas umzulegen. Das heißt konkret: Er möchte das große Blockseminar, das von Anfang Januar bis Ende Februar dauert, etwas aufteilen – sodass in der Zeit auch viele externe Kurse außerhalb des Grünen Zentrums stattfinden. „Ein kleiner Ansatz“, sagt Oehler. Dessen Umsetzung sicher nicht ganz einfach werde. Diesen möchte er bald mit seinen Mitarbeitern besprechen und bei der Almakademie vorfühlen.

Erste Verbesserungsversuche hatte es bereits im Herbst 2015 gegeben. Damals brachte man eine Schranke am südlichen Parkplatz an, der ausschließlich Mitarbeitern des AELF dient. Nur wer einen Chip hat, kommt rein. Laut Oehler zählen rund 34 Stellplätze zu diesem Bereich. Der Rest dient als öffentlicher Besucher- und Kurzzeitparkplatz. „Ich habe keinen Einfluss darauf, wer dort parkt.“

„Sicher wären mehr Parkplätze wünschenswert“, sagt Oehler. Aber die angrenzende Grünfläche – wo noch Platz wäre – diene seines Wissens als ökologische Ausgleichsfläche. Schlechte Karten also für eine Erweiterung des Parkplatzes.

Der Eigentümer des Gebäudes ist bekanntlich der Bayerische Bauernverband, der den im März 2015 eingeweihten Neubau für circa 13 Millionen Euro errichten ließ. Der BBV selbst nutzt den Nordflügel, der Rest wird vermietet. Unter dem Dach des Grünen Zentrums befinden sich neben dem AELF mit Landwirtschaftsschule ferner Waldbesitzervereinigung, Kreishandwerkerschaft sowie der Almwirtschaftliche Verein.

Wilfried Dederer von der Planungsabteilung des BBV in München ist das Parkplatz-Problem bekannt. Er wiederholt, was er bereits vor gut einem Jahr gegenüber unserer Zeitung sagte: „Wir haben 108 Parkplätze nachgewiesen – und das sind sogar etwas mehr, als baurechtlich erforderlich gewesen wären.“ Die Angelegenheit sei im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens vom Landratsamt geprüft und genehmigt worden. Auch der BBV sei nicht zufrieden mit der Parkplatzsituation. Die parkenden Schüler seien der Knackpunkt: Der Schlüssel sehe nur 15 Parkplätze für sie vor, bei circa 80 Personen.

Obwohl der BBV um die Situation weiß, seien aktuell keine Erweiterungs-Maßnahmen geplant. Er deutet auf die Kosten und ebenfalls auf die Ausgleichsfläche. Laut Marktgemeinde wurden die nötigen Parkplätze damals tatsächlich satzungsgemäß nachgewiesen. Die Vorgaben sind also erfüllt, die Realität sieht aber bei Weitem anders aus.

Amtschef Oehler will derweil seinen ersten Winter in Holzkirchen anschauen und sich selbst überzeugen. Die Sommermonate seien leichter: „Im Moment gibt es keine Probleme“, sagt er.

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