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Die neue St. Josefs-Kirche wird am 18. März 2018 geweiht. Das alte Pfarrheim (oben) wird derweil noch länger stehen bleiben. Die Pläne für das neue Pfarrzentrum sollen deutlich abgespeckt werden. 

St. Josef schreitet aber gut voran

Pfarrzentrum hängt in Warteschleife

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Während der Neubau von St. Josef gut voranschreitet, hakt es weiterhin beim Pfarrzentrum. Jetzt hat das Erzbistum einen kleinen Schritt nach vorne gemacht. 

Holzkirchen – Als die Kosten aus dem Ruder zu laufen schienen, teilte das Erzbistum München und Freising das Projekt im Jahr 2013 in zwei Teile. Immerhin standen knapp 18 Millionen Euro im Raum. Fortan gab es zwei Bauabschnitte. Nummer eins: Der kegelstumpfartige Neubau der St. Josefs-Kirche samt Kapelle und Sakristei. Nummer zwei: Ein modernes Pfarrzentrum mit Pfarrhaus, Pfarrheim und Pfarrbüro. Während Nummer eins gut voranschreitet, stockt es beim zweiten Bauabschnitt gewaltig.

Jetzt geht es in kleinen Schritten weiter: Das Erzbistum habe alle seine anstehenden Bauprojekte kürzlich nochmals angeschaut, neu geordnet und auf eine Prioritätenliste gesetzt, berichtet Bettina Göbner, Pressesprecherin im Ordinariat. „Das Holzkirchner Pfarrzentrum wurde da auch eingeschleust.“ Auf welchem Rang es auf der Liste gelandet ist, weiß die Sprecherin jedoch nicht. Sicher ist: Die Projekte der Prioritätenliste kommen eines Tages in die kirchlichen Gremien, die letztlich das Geld dafür freigeben müssen.

Derweil wolle man auf der Basis des alten Architektenentwurfs weiterarbeiten. Dieser stammt von Eberhard Wimmer, der auch Kirchen- und Kapellenneubau entwarf. „Ziel ist es aber, Kosten zu reduzieren“, meint Göbner. Daher werden die Pläne angepasst. Man versuche, „über räumliche und bauliche Dinge“ den Preis zu senken. Auch eine neue Bedarfserhebung fließt mit ein – vor dem Hintergrund, dass es nun einen neuen Pfarrverband gemeinsam mit Warngau gibt. Genehmigt sei noch nichts.

Die gute Nachricht: „Bei der Kirche ist alles in Ordnung“, sagt Göbner, „Die Arbeiten liegen im Zeitplan.“ Der nächste Schritt: „Ab Mitte September wird der Estrich gegossen.“ Das sei eine heikle Aufgabe, da es sich in der Kirche um einen Sichtestrich handelt, auf den kein weiterer Bodenbelag mehr drauf komme. In Kapelle und Foyer habe man diese Technik schon ausprobiert. Mit dem Unterschied, dass in der Kapelle zusätzlich ein Parkettboden verlegt wird, im Foyer kommen Beton- und Steinplatten oben drauf. In den Wänden fehlen an manchen Stellen noch die dreieckigen Akustikplatten. Danach geht es ans Innenleben. Orgel, liturgische Ausstattung und Mobiliar werden eingebaut. „Die wesentlichen Arbeiten werden heuer abgeschlossen“, meint Göbner.

Die Kosten haben sich laut der Sprecherin zwar nicht nochmals erhöht. „Aber die Risikoreserve muss angefasst werden.“ Bedeutet: Es werden die 10,6 Millionen, die veranschlagt waren, verbraucht, plus ein Teil der Risikoreserve, die mit 0,9 Millionen zu Buche schlägt. Insgesamt werde das Ordinariat elf Millionen von 11,5 Millionen ausgeben. Zum einen sei der Preisanstieg konjunkturbedingt. Zum anderen fallen die Oberlichter, die Glasfenster-Dächer, von Kapelle und Kirche ins Gewicht. Deren Einbau verlangte ein besonderes Sicherheitsaufkommen sowie spezielle Schweißtechniken. „Das können nur wenige“, erklärt Göbner. Daher sei es schwierig und teuer gewesen, jemanden damit zu beauftragen. Am Termin für die Weihe ändert sich deshalb aber nichts: Am 18. März 2018, dem Tag vor Josefi, kommt dafür Kardinal Reinhard Marx nach Holzkirchen.

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