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Gut sichtbar sollten Fahrradfahrer in der Dunkelheit sein. Neben Lichtern hilft auch die Kleidung dabei, Unfälle zu vermeiden. (Symbolbild)

Zum Start der dunklen Jahreszeit

Polizei kontrolliert verstärkt: Ein Auge auf Radfahrer

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Zum Start der dunklen Jahreszeit wirft die Polizei Holzkirchen ein besonderes Auge auf die Radfahrer. Neben der Ausstattung geht es auch um das Fahrverhalten.

Holzkirchen – Kein Licht, mangelhafte Bremsen und vielleicht noch dunkle Kleidung dazu. Immer wieder hat die Polizei Holzkirchen in den vergangenen Jahren Fahrradfahrer mit Schrotträdern bei Dämmerung und Dunkelheit zur Hauptverkehrszeit erwischt. Die Ausrede „Ist ja nur mein Bahnhofsrad“ zieht da schon lange nicht mehr –und schützt vor Strafe nicht. Deshalb kontrollieren die Beamten zum Start der dunklen Jahreszeit wieder vermehrt in ihrem Einsatzgebiet.

Ein besonderes Augenmerk richtet die Polizei dabei auf die Sichtbarkeit der Radfahrer. „Das Bewusstsein, wie gefährlich es ist, ohne ausreichende Beleuchtung unterwegs zu sein, fehlte oft und interessierte die Verkehrsteilnehmer nicht“, beschreibt die Polizei die Erfahrungen der vergangenen Jahre in einer Pressemitteilung. Neben Licht und Reflektoren trägt auch helle Kleidung zu mehr Sicherheit bei. Außerdem müssen auch die Bremsen und die Klingel einwandfrei funktionieren, sonst wird das Fahrrad beanstandet.

Suche nach dem Miteinander: Tempo 30 auf der Münchner Straße spaltet Holzkirchen.

Verstöße mit dem Fahrrad können teuer werden

Neben der technischen Ausstattung kontrolliert die Polizei auch das Fahrverhalten der Radfahrer. Das Fahren auf dem Gehweg oder das Missachten roter Ampeln ist bekanntermaßen verboten, doch gerade Ersteres wird von vielen Holzkirchner Bürgern häufig angeprangert –etwa beim Tempo-30-Test auf der Münchner Straße. Und freilich wird auch das Benutzen von Handys während der Fahrt bestraft, ebenso das Musikhören mit Kopfhörern, weil das Gehör während der Fahrt beeinträchtigt wird.

Diese Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung sind dabei keine Kavaliersdelikte, sondern ziehen eine Strafe nach sich. Kommen Radfahrer mit elektronischen Geräten, sprich Handys oder MP3-Playern, in der Hand noch mit 55 Euro davon, kann ein Rotlichtverstoß bis zu 180 Euro kosten – ein Punkt in der Verkehrssünderdatei in Flensburg inklusive. Das Überqueren geschlossener Bahnschranken zieht 350 Euro und einen Punkt nach sich. 

Eine Lobby im Norden: ADFC gründet Regionalgruppe für Holzkirchen, Otterfing, Warngau und Valley.

Radfahren im Winter: Vorsicht am Glühweinstand

„Werden Verstöße mit Gefährdung anderer (zum Beispiel. Fußgänger) begangen, sind die Verwarnungs- und Bußgelder entsprechend höher angesetzt“, schreibt die Polizei. Verstöße mit dem Fahrrad können sich also auch auf den Führerschein auswirken.

Das gilt natürlich auch für Alkoholfahrten, wenngleich die Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit bei Radfahrern mit 1,6 Promille höher angesetzt ist. Deshalb rät die Polizei: „Kein Alkohol am (Fahrrad-)Steuer – auch zur Glühweinzeit.“ Allgemein gelte: „Alle Verkehrsteilnehmer haben sich an die Regeln der Straßenverkehrsordnung zu halten“ egal ob Fußgänger, Fahrrad- oder Autofahrer. Gegenseitige Rücksichtnahme, vorausschauendes Fahren und erhöhte Aufmerksamkeit könnten zudem das Unfallrisiko bereits im Vorfeld reduzieren.

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