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Polizeieinsatz am frühen Montagmorgen  

Aggressive „Fremdschläfer“: Razzia in Flüchtlings-Unterkunft

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In einer Holzkirchner Asylbewerberunterkunft zeigten sich einige Bewohner zuletzt äußerst aggressiv. Wie sich herausstellte, hatten sich diese Flüchtlinge dort eigenmächtig einquartiert. Am Montag griff die Polizei durch und unterzog die Wohncontainer einer Razzia.   

Holzkirchen - Sie kamen überraschend, um 6 Uhr in der Früh: Ein gut 20 Einsatzkräfte starkes Aufgebot der Polizei führte am Montagmorgen (9. Juli) eine „Kontrollaktion“ in der Asylbewerberunterkunft in der Erich-Kästner-Straße durch. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd mitteilte, wurde dabei eine Person angetroffen, für die eine Fahndung zur Aufenthaltsermittlung anhängig war. Fünf Personen wurden aus den Betten geholt, die nicht in diese Unterkunft gehören.

Die Razzia kam nicht von ungefähr. Wie Polizei-Pressesprecher Jürgen Thalmeier erklärt, häuften sich zuletzt die Mitteilungen des Sicherheitsdienstes, der für die Wohncontainer zuständig ist, an die örtliche Polizei. Demnach stellte die Security immer öfter Personen fest, die sich ohne Berechtigung in der Unterkunft aufhielten und sich gegenüber dem Sicherheitsdienst äußerst aggressiv zeigten.

Darüberhinaus bekam die Polizeiinspektion Holzkirchen Hinweise, dass in der Unterkunft Rauschgift gelagert und konsumiert wird. Diesen Verdacht erhärtete die Razzia aber nicht, die Beamten fanden keine Beweismittel.  „Straftaten, auch in Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelgesetz, konnten nicht festgestellt werden“, sagt Thalmeier.

Insgesamt leben in den Containern an der Erich-Kästner-Straße aktuell 43 Flüchtlinge, so die offizielle Belegungsliste. Es handelt sich ausschließlich um Männer verschiedener Nationalitäten. Wie die Polizei mitteilt, wurden am Montagmorgen 32 Asylbewerber angetroffen. Fünf davon sind nicht dieser Unterkunft zugeteilt, hatten sich also eigenmächtig einquartiert. Gegen diese „Fremdschläfer“ wurden Hausverbote ausgesprochen.

Einer der „Fremdschläfer“ war bereits von anderen Behörden gesucht worden; unklar ist, ob gegen ihn ein Strafbefehl vorliegt oder ob er „nur“ als Zeuge in einem anderen Verfahren gesucht wurde.

Die Kontrollaktion verlief ohne besondere Vorkommnisse und dauerte nur etwa 90 Minuten. „Es gab keinerlei Widerstand oder Aufbegehren, auch nicht verbal“, betont Thalmeier. Man habe bei dem Einsatz bewusst  möglichst viele Beamte eingesetzt. Das Prinzip „Deeskalation durch Stärke“ habe sich einmal mehr bewährt. Eingesetzt waren neben Kräften der Polizeiinspektion Holzkirchen auch Beamte der neuen Grenzpolizeistation Kreuth, der Kriminalpolizei Miesbach sowie der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein und Weilheim. „Das Polizeipräsidium will mit derartigen präventiven Einsätzen im Vorfeld verhindern, dass Situationen entstehen, die ein positives Zusammenleben innerhalb und außerhalb der Unterkunft unnötig erschweren“, sagte Pressesprecher Thalmeier.

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