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Anstelle der Container soll auf dieser Fläche ein neubau entstehen. 

„Die Container sind nicht mehr ausreichend“

Privatgymnasium: Grünes Licht für Erweiterungs-Neubau

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Das Holzkirchner Privatgymnasium platzt aus allen Nähten – eine Erweiterung muss her. Einem entsprechenden Antrag hat der Bauauschuss nun seine Zustimmung signalisiert. Unter einer Bedingung.

Holzkirchen – Container weg, Neubau hin – das ist der Wunsch von Heribert Zimmermann. Die entsprechenden Pläne hat der Träger des Privatgymnasiums und der privaten Grundschule in Holzkirchen jüngst im Holzkirchner Bauausschuss vorgestellt. Der hat nun einer Änderung des Bebauungsplans zugestimmt und damit die rechtliche Grundlage für die Erweiterung geschaffen.

Wie berichtet ist das Privatgymnasium an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. „Die Anmelde-Zahlen sind konstant hoch“, erklärte Zimmermann im Bauausschuss. „Die Container sind nicht mehr ausreichend.“ Die Zeit drängt – Zimmermann hofft auf einen Baubeginn „zur Schneeschmelze 2018“. Mit der bevorstehenden Rückkehr zum neunstufigen Gymnasium und der Erweiterung würde die Schülerzahl auf 500 anwachsen.

In dem 38 mal 96 Meter großen Gebäude sollen zwölf Klassenzimmer mit je 66 Quadratmetern, ein Lehrerzimmer, ein Schülercafé, ein Aufenthaltsraum sowie eine Turnhalle Platz finden. Entstehen soll der Neubau bekanntlich auf der Fläche neben dem Bestandsgebäude, auf der derzeit die Container stehen. Die ist im Besitz der Gemeinde, der Flächennutzungsplan sieht hier ohnehin eine Schulnutzung vor. Von einer Erbpachtlösung – diese hatte Robert Wiechmann (Grüne) im Zuge der Sitzung vorgeschlagen – hält Zimmermann nichts. „Wenn wir das Grundstück im Eigentum haben, dann haben wir geringere Kosten.“

Mit dem Grundkonzept waren alle Räte einverstanden. Auch von der Notwendigkeit des Neubaus war das Gremium überzeugt. „Wenn das im Flächennutzungsplan so vorgesehen ist, dann schreit das nach einer Erweiterung“, sagte etwa Hans Putzer (SPD). Diskussionsbedarf bestand lediglich in Sachen Hol- und Bringverkehr. „Da bleiben Mütter mitten auf der Straße stehen“, klagte Wolfgang Buntz-Jennerwein (FWG). „Das ist ein untragbarer Zustand, da muss eine Lösung her.“

Bei deren Gestaltung gingen die Meinungen auseinander. Auf offene Ohren stieß Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) bei Zimmermann mit dem Vorschlag einer Kiss-and-Ride-Anlage. Eine Zone, in der Eltern kurz anhalten, um ihre Kinder aussteigen zu lassen. Die Anregung Albert Kramls (CSU) über eine Tiefgarage nachzudenken, wies Zimmermann dagegen von sich. „Das ist nicht finanzierbar. Es soll beim moderaten Schulgeld bleiben.“ Architekt Professor Schuck, verantwortlich für die Planung, hatte eine intelligente Lösung im Sinn: getaktete Zeitelemente. Heißt: Unterrichtsbeginn zu verschiedenen Zeiten, um die Stoßzeiten zu entzerren. „Architektonisch ist das nicht zu lösen.“

Letztlich gab der Bauauschuss seine einhellige Zustimmung zur Änderung des Bebauungsplans. Mit dem Hinweis, dass die Situation des Hol- und Bringverkehrs zu verbessern sei. „Wir nehmen das mit und überlegen uns eine Lösung“, versprach Zimmermann.

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