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Links neben dem überdachten Eingangsbereich soll eine Kiss-and-ride-Zone entstehen. 

Schule präsentiert Lösung für Hol- und Bringverkehr

Privatgymnasium darf wachsen 

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Das Privatgymnasium will wachsen. Das geht laut Gemeinderat aber nur, wenn die Situation des Hol- und Bringverkehrs besser wird. Jetzt präsentierte die Schule eine Lösung.

Holzkirchen – Der Eigentümer des Privatgymnasiums Holzkirchen hatte seine Hausaufgaben gemacht. Pflichtschuldig trug Heribert Zimmermann seine Ergebnisse vor. „Wir hatten die Aufgabe, uns Gedanken über die Hol- und Bringsituation zu machen“, sagte er. Jetzt habe man gemeinsam mit Architekten Professor Peter Schuck und Gemeindeverwaltung eine Lösung gefunden, die Entlastung bringe.

Diese hörte sich der Gemeinderat jetzt in seiner Sitzung an, als es erneut um die Änderung des Bebauungsplans 110 ging. Wie berichtet, soll das Privatgymnasium an der Krankenhausstraße angesichts steigender Schülerzahlen wachsen. Ein Neubau findet auf der Fläche der Container Platz, bildet so mit dem Bestand einen abgeschlossenen Schulhof und wird in zwei Bauabschnitten realisiert. Der südlicherer Teil soll im Schuljahr 2018/19 fertig sein, der zweite Teil ein Jahr später. Die Genehmigung der Regierung von Oberbayern liegt vor. Die entsprechende Fläche will die Schule von der Gemeinde kaufen. Der Gemeinderat signalisierte vor der Sommerpause zwar sein Wohlwollen zur Erweiterung. Allerdings forderte er, dass die Einrichtung ein Konzept vorlegt, das die Situation des Hol- und Bringverkehrs verbessert. Denn die schmale Krankenhausstraße ist oft verstopft, gerade zu Schulbeginn und -Ende – wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen und abholen – bricht das große Verkehrschaos aus.

Dreh- und Angelpunkt der Lösung ist eine U-förmige Kiss-and-ride-Zone, die die Schule neben dem Eingangsbereich einrichten will. „Dafür opfern wir einen großen Teil unseres Schulhofs“, berichtete Zimmermann. Falls die Eltern die Zone nicht nutzen, „stellen wir jemanden ein, der sie morgens in die Schleife reinholt“. Auch zwei Parkplätze entlang der Krankenhausstraße entfallen. Dafür sollen im rückwärtigen Teil nahe des Schwesternwohnheims zusätzliche Stellplätze entstehen, insgesamt sind es am Ende 72. Dort sollen auch die Lehrer ihre Autos abstellen. „Ich war bisher viel zu entspannt und ließ die Lehrer an der Krankenhausstraße parken.“ Damit soll nun Schluss sein.

Davon abgesehen sind viele weitere Maßnahmen geplant. Zum einen will man bei der Ampel, die den Verkehrsfluss von der Krankenhausstraße in die Münchner Straße regelt, die Grünphase verlängern. „Damit es morgens keinen Rückstau gibt“, erklärte Zimmermann. Außerdem gestaltet die Schule die Endzeiten der Klassen noch dynamischer, „um die Pulkbildung der Autos zu reduzieren“. Des Weiteren verwies Zimmermann darauf, dass viele Kinder bereits öffentliche Verkehrsmittel nutzten, etwa den Bus, der an der Marxbauerstraße hält. Auch 80 zusätzliche überdachte Fahrradabstellplätze sind geplant. Die Schule möchte weitere Schülerlotsen ausbilden und beteiligt sich an der Ausschreibung des Projekts Umweltschule des Umweltministeriums. Ein Feld sei hier das Thema Verkehrsvermeidung. Um die Situation sicherer zu gestalten, wird zudem der Zebrastreifen vor dem Schuleingang Richtung Marxbauerstraße verlegt.

Birigt Eibl (FWG) schlug zur Erhöhung der Sicherheit vor, den Fußweg entlang der Krankenhausstraße – der verbreitert wird – nicht für die Ein- und Ausfahrt der Schleife zu unterbrechen und ihn anstatt dessen an dieser entlang verlaufen zu lassen. Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) glaubte, dass hier nur eine trügerische Sicherheit entsteht: „Die Menschen nehmen den kürzesten Weg.“ Eibls Idee fand keine Mehrheit im Gremium. Ansonsten zeigte sich der Gemeinderat zufrieden mit den Lösungsvorschlägen des Gymnasiums. „Die SPD wird heute zustimmen“, kündigte Irmi Ammer an. Sie gab aber zu Bedenken, dass beim Holen die Schleife schwierig werden könnte – weil die Eltern da auf ihre Kinder warten müssen. Auch die Grünen signalisierten Zustimmung: „Die Planung ist vernünftig“, meinte Robert Wiechmann. Christoph Schmid (CSU) sagte zu Zimmermann: „Sie haben Ihre Hausaufgaben mehr als gemacht.“ Am Ende stimmte der Gemeinderat einmütig für die Planung.

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