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Auch Fensterscheiben gingen zu Bruch.

Hinweise verdichten sich - Geständnisse: Fehlanzeige

Prozess gegen mutmaßliche Randalierer: Jetzt wird's spannend

Holzkirchen - Heruntergetretene Autospiegel, ein verwüstetes Parkdeck - drei Burschen sollen eine Spur der Zerstörung durch Holzkirchen gelegt haben. Im vierten Prozesstag wird's spannend.

Es muss ein vierter Prozesstag am Miesbacher Amtsgericht abgehalten werden, um ein Urteil gegen einen 21-jährigen Reichersbeurer sowie zwei Holzkirchner im Alter von 19 und 20 Jahren fällen zu können. Am dritten Verhandlungstag sagten zwar alle für den Fall nötigen Zeugen aus, Amtsgerichtsdirektor Klaus-Jürgen Schmid verschob die Plädoyers der Verteidiger sowie der Staatsanwaltschaft sowie den Urteilsspruch jedoch.

Ein paar nähere Details zur Täterbeschreibung erhielten die Verantwortlichen dennoch. Wie berichtet, sollen drei Jugendliche in mehreren November-Nächten des vergangenen Jahres ihrer Zerstörungswut in Holzkirchen freien Lauf gelassen haben. Auch am Parkdeck der Oberland-Realschule sind mehrere Lichtleisten und Blitzableiter mutwillig zerstört worden.Vor allem ein Reichersbeuer stand im Fokus der ersten Verhandlungstage. Nun verdichten sich die Hinweise immer mehr, dass auch die anderen beiden auf der Anklagebank Sitzenden in die Taten verwickelt sind.

Ein Beamter der Holzkirchner Polizei machte dazu genauere Angaben: "Die Jacke von einem der drei Täter konnte eine Zeugin ziemlich gut beschreiben", erklärte er. Wie sich nun herausstellte, gehört die Jacke dem 19 Jahre alten Holzkirchner.

Für den Reichersbeurer erklärte dessen Verteidiger Holger Hesterberg am vergangenen Verhandlungstag noch, er ziehe seine Aussage, die er bei der Polizei gemacht hat, zurück. Denn am Tag nach der Tat wurde der 21-Jährige von zwei Holzkirchner Polizisten Zuhause abgeholt und mit auf die Dienststelle genommen. Dort soll er die Taten gestanden haben, was nun auch das von Schmid verlesene Protokoll bestätigte. Doch Hesterberg berief sich darauf, dass sein Mandant an dem Tag noch sehr alkoholisiert gewesen sei, weshalb er sich zu dem Geständnis hinreißen ließ. 

Jetzt stellte sich aber dank einem der ermittelnden Beamten heraus, "dass er nicht mehr alkoholisiert war". Ein Blutalkoholtest ergab 0,0 Promille. "Er sah nur etwas fertig aus, betrunken war er aber nicht mehr", fügte der Polizist hinzu. Bei dieser Vernehmung erklärte der Reichersbeurer auch, seine Kumpels - die anderen beiden Angeklagten - wohl dabei gesehen zu haben, wie Sie Autospiegel abschlugen. Er ergänzte jedoch: "Sie sollen selbst sagen, was sie gemacht haben."

Zugegeben haben die beiden Holzkirchner bis heute jedoch nichts - weder im Bezug auf die Autospiegel, noch auf die Lichtleisten. Gänzlich aufgeklärt und beendet wird der Prozess voraussichtlich in der kommenden Woche, wenn Verhandlungstag Nummer Vier auf dem Programm steht.

hph

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