Startpunkt Bahnhof: 60 Teilnehmer fanden sich in Holzkirchen für die Radsternfahrt gen München zusammen. Die Polizei begleitete den friedlichen Demonstrationszug.
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Startpunkt Bahnhof: 60 Teilnehmer fanden sich in Holzkirchen für die Radsternfahrt gen München zusammen. Die Polizei begleitete den friedlichen Demonstrationszug.

ADFC-Organisatorin berichtet

Radl-Demo ab Holzkirchen: 60 IAA-Gegner starten nach München - „Gigatisches Gefühl“ für Organisatorin

  • Jonas Napiletzki
    VonJonas Napiletzki
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Die Radsternfahrten gegen die IAA kamen aus dem Münchner Umland zur Theresienwiese - so auch aus Holzkirchen. Hier waren 60 Teilnehmer gestartet.

Holzkirchen – 16 Demozüge hatten sich am Samstag aus dem Münchner Umland mit Fahrrädern ihren Weg zur Theresienwiese gebahnt. Die Radsternfahrten richteten sich gegen die Internationale Automobilausstellung IAA.

Miesbacher ADFC-Organisatorin: „Gigantisches Gefühl“ bei leeren Straßen - Ziel: Mehr Platz für Radlfahrer

Eine dieser Gruppen startete in Holzkirchen. „Mit großem Erfolg“, sagt Birgit Hacklinger. Die Ortsbeauftragte des Miesbacher ADFC-Verbands spricht von einem „gigantischen Gefühl“ auf der Straße. „Es war unser Ziel, Radfahrer sichtbar zu machen und zu zeigen, wie viele es davon gibt.“ Gleichberechtigung gebe es für Drahtesel im Straßenverkehr so gut wie nie. „Auf diesen fehlenden Platz wollten wir aufmerksam machen – und das ist gelungen“, sagt Hacklinger.

Dankbarer ist die Organisatorin auch dafür, dass die Gruppe aus Holzkirchen „entspannt und ohne Zwischenfälle“ von der Polizei nach München geleitet wurde. „Die Beamten haben sich im Hintergrund gehalten und waren sehr freundlich“, betont Hacklinger.

Radsternfahrt: Ab Taufkirchen 160 Teilnehmer - Theresienwiese mit 20 000 Radlfahrern gefüllt

Auch der Zeitplan wurde eingehalten. ADFC-Organisatorin Kick van Walbeek berichtet: „In Taufkirchen war die Gruppe schon auf über 160 Radelnde angewachsen.“ In Ottobrunn trafen sich die Züge mit denen aus Rosenheim. „Gemeinsam ging es mit rund 20 000 Teilnehmern zum Treffpunkt auf der Theresienwiese.“

Bei der dortigen Kundgebung schlossen sich 5000 Fußgänger an, „um unsere Forderungen für Klimaschutz, für eine Förderung des ÖPNV und Rad- und Fußverkehrs und unsere Ablehnung des aktuellen Konzeptes der IAA kundzutun“, sagt van Walbeek.

Nicht nur Radl-Demos waren geplant: Von der Radsternfahrt bis zum „zivilen Ungehorsam“ reicht die Bandbreite der Aktionen. Die Veranstalter betonen ihre Dialogbereitschaft. 

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