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Nicht zu übersehen: In der Fußgängerzone vor dem Holzkirchner Kulturhaus dürfen Radfahrer nur schieben. Da sich kaum jemand daran hält, stellt Ingrid Huber zusätzliche Schilder auf – unterstützt von Radl-Lobbyist Hartmut Romanski.

„Auf diesen Schildern sagen wir bitte und danke“

Radler müssen absteigen: Zusätzlich Schilder in Holzkirchner Fußgängerzone aufgestellt

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Die erste und bisher einzige Fußgängerzone Holzkirchens ist nur wenige Meter lang – und wird kaum beachtet. Zusätzliche Schilder werben jetzt um mehr Rücksicht.

Holzkirchen Kinder stürmen nach einem Theater- oder Kinobesuch übermütig aus dem Kultur im Oberbräu, vorbei am Windschutz – und werden von einem vorbeifahrenden Radler erfasst. „Das ist so gottlob noch nie passiert“, sagt Ingrid Huber, Geschäftsführerin des Kultur im Oberbräu. Oft genug sei ein Zusammenprall aber nur haarscharf zu vermeiden gewesen. Gefährdet seien auch die Mitarbeiter des Kulturcafés, die an schönen Tagen die Außentische bedienen.

Die Marktgemeinde versuchte im vergangenen Jahr, regulierend einzugreifen. Der Eingangsbereich wurde als Fußgängerzone ausgewiesen. „Leider bringt das nicht viel“, räumt Hartmut Romanski ein, der Beauftragte für Fuß- und Radverkehr in der Gemeinde, „ich habe noch keinen Radler gesehen, der hier absteigt und schiebt.“ Genau das schreibt das Verkehrszeichen „Fußgängerzone“ aber vor.

Könnte es daran liegen, dass das offizielle Schild auf einer etwas sehr hohen Stange montiert ist und von den Radlern gar nicht wahrgenommen wird? Wenn dem so ist, schafft Huber jetzt Abhilfe. „Wir stellen zusätzlich vier Schilder auf“, kündigt die Geschäftsführerin an. Auf diesen doppelseitigen Tafeln, im Fachjargon als „Kundenstopper“ oder „Gehwegstörer“ bekannt, illustriert das Kulturhaus auf Augenhöhe die Fußgängerzone. „Auf diesen Schildern sagen wir bitte und danke“, betont Huber.

Mit solcher Höflichkeit waren nicht alle Radler gesegnet, die von Huber auf ihr gefährliches Vorbeizischen angesprochen wurden: „Oft wird man nur blöd angequatscht. Leider sind die Leute eher uneinsichtig.“ Dabei wäre sogar ein Bußgeld fällig, wenn Radler in Fußgängerzonen in die Pedale treten. 15 Euro weist der Bußgeldkatalog aus; bis zu 30 Euro sind fällig, wenn etwas passiert.

Romanski vermutet, dass viele Radler dem Irrglauben anhängen, es reiche, wenn sie langsam durch Fußgängerzonen gleiten. „Stimmt aber nicht“, betont der Radfahr-Beauftragte, „Radler müssen absteigen – und das ist in dem Fall auch nicht ehrenrührig.“ So sehr er stets die Interessen der Radler vertrete, hier seien sie ihrerseits zu Rücksicht verpflichtet. Der Vorplatz vor dem Kulturhaus sei einer der wenigen öffentlichen Plätze in Holzkirchen mit echter Aufenthaltsqualität, sagt Romanski. „Radler stören hier.“

Wie Huber betont, sind die flotten Radler schon seit Eröffnung des Kulturhauses ein Problem. „Anfangs gab’s mal Schranken“, erinnert sie sich, „aber die mussten wegen der Barrierefreiheit so breit sein, dass Radler locker durchkamen.“ Anstatt am Kulturhaus für Gefahr zu sorgen, können Fahrradfahrer die benachbarte Hafnerstraße nutzen, die sie – anders als Autos – auch abwärts in Richtung Kleeblatt-Eck nutzen können. Dort in der Hafnerstraße würde sich Romanski wünschen, dass zugunsten der Radler die Kurzzeit-Parkplätze auf der Straße verschwinden. „Dazu konnte sich die Gemeinde aber nicht durchringen.“

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