Radschutzstreifenfür mehr Sicherheit

Die neuen Radschutzstreifen an der Münchner Straße sollen Autos ausbremsen und für mehr Sicherheit sorgen. Aktuell werden die Markierungen angebracht.
Holzkirchen – Holzkirchens neuer Bürgermeister Christoph Schmid (CSU) war etwas erstaunt: „Am dritten Tag malen Sie uns schon Streifen auf sie Straße“, haben Leute zu ihm gesagt. Doch es waren Beauftragte des Staatlichen Bauamts Rosenheim, die am Mittwoch damit angefangen haben, Radschutzstreifen auf der Münchner Straße in Holzkirchen anzubringen. Am Ende sollen sich die gestrichelten Markierungen zwischen Vilgersthofer-Gelände und Atrium erstrecken.
„Die Gemeinde hat schon drauf gewartet“, meint der Rathauschef. „Viele Radler fahren bislang auf dem Fußweg an der Münchner Straße.“ Offenbar, weil sie sich dort sicherer fühlten. Von einer größeren Radfreundlichkeit versprechen sich viele weniger Autos im Ortskern. Rund 13 000 Fahrzeuge schlängeln sich laut Verkehrsgutachten täglich über die Münchner Straße. Es staut sich oft. Hinzu kommt: Viele Autofahrer weichen auf Nebenstraßen aus, worüber Anwohner schimpfen. Vor allem für innerörtliche Fahrten könnte das Rad eine Lösung sein. Doch dafür müsse Radfahren Spaß machen, hat der ehemalige Fahrradbeauftragter Hartmut Romanski mal gesagt. Deshalb brauche es bessere Möglichkeiten für Radler.
Ein weiterer Schutzstreifen verläuft bereits auf Industrie- und Frühlingsstraße. „Das sind die ersten im Landkreis“, sagt Schmid. Der Bereich sei den Radlern zwar nicht alleine vorbehalten, zwinge Autofahrer aber zu mehr Aufmerksamkeit. Ob auf der Münchner Straße zusätzlich eine Tempo-30-Zone entsteht, sei offen. Hier warte die Gemeinde auf Auswertungen aus dem Modellversuch (wir berichteten).