„Dummerweise ist Radon auch radioaktiv“: Karl Bär hat erfahren, dass seine Wohnung in Holzkirchen stark mit dem Edelgas belastet ist. Jetzt will er technisch mit Schutzmaßnahmen nachrüsten.  Foto: thomas plettenberg
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Karl Bär aus Holzkirchen ist Gemeinde- und Kreisrat.

Landesparteitag der Grünen

„Rechne mir gute Chancen aus“: Karl Bär auf zwölftem Listenplatz

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Auf dem Landesparteitag der Grünen hat es Karl Bär (36) aus Holzkirchen auf Platz zwölf der Liste für die Bundestagswahl geschafft. Er rechnet sich gute Chancen aus.

Landkreis – Beim Landesparteitag haben Bayerns Grüne Karl Bär aus Holzkirchen auf Platz zwölf der Liste für die Bundestagswahl gewählt. Der 36-Jährige, der heuer im September als Grünen-Direktkandidat für den Stimmkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach antritt, ist zufrieden mit dem Ergebnis. „Genau für diesen Platz bin ich angetreten“, sagt der Gemeinde- und Kreisrat. Bereits 2017 war Bär auf dem zwölften Listenplatz gelandet. Damals verfehlte er den Einzug in den Bundestag nur knapp. „Elf unserer Leute haben es beim letzten Mal geschafft“, erinnert sich der Holzkirchner. Dieses Mal allerdings rechnet er sich weitaus bessere Chancen aus. „Laut aktuellen Umfragen werden wir wohl 30 Personen reinbringen“, schätzt der Kommunalpolitiker. „Ich habe also einen sicheren Listenplatz.“

Beim Landesparteitag am Wochenende durften sich alle Kandidierenden – unter strengen Hygienevorgaben und nach einem negativen Corona-Test – kurz auf der Bühne in der Kongresshalle in Augsburg vorstellen. Auch Bär hielt eine Bewerbungsrede. „Seit über einem Jahr wütet jetzt Corona und seit über einem Jahr fährt unsere Regierung völlig planlos auf Sicht“, wetterte er. Viele Menschen würden sich fragen: „Wie sollen wir überhaupt den Klimawandel aufhalten, wenn die Regierung schon von dem Virus so krass überfordert ist?“ Die Delegierten nahmen von zu Hause aus teil und stimmten digital ab. Im Anschluss wird das Ergebnis durch Briefwahl bestätigt.

Bär arbeitet als Referent im Umweltinstitut München. Zuletzt geriet er wegen eines Prozesses in die Schlagzeilen. Es geht um Bärs Kritik am Pestizideinsatz in Südtirol (wir berichteten).

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