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Die Rettungshundestaffel und ihr neues Auto: Bei der Übergabe mit dabei waren (v.l.) Gina Erthl, Ines Pätkau, Bürgermeister Olaf von Löwis, Feuerwehr-Vorstand Thomas Reimann, Johannes Buitkamp, Leiter der Rettungshundestaffel, Kommandant Martin Fischhaber, BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Kießling, BRK-Kreisbereitschaftsleiter Benedikt Dörder und Ausbildern Maria Gomolka von der Hundestaffel. 

Feuerwehr beschenkt Sanitäter

Rettungshundestaffel nach Brandkatastrophe wieder mobil

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Bei den Explosionen und dem anschließenden Großbrand der Rettungszentrums in Bad Wiessee ging auch der gesamte Fuhrpark drauf. Doch jetzt gibt‘s wieder Verstärkung - dank der Feuerwehr.

Föching/Bad Wiessee– „Feuerwehr“ und „112“ steht auf den Seitenwänden. „Da müssen wir jetzt schauen, wie wir das anders beklebt bekommen“, sagt Johannes Buitkamp und grinst. Es gibt wohl unangenehmere Aufgaben. Zusammen mit drei Kolleginnen hat der Leiter der Rettungshundestaffel des BRK-Kreisverbands jetzt in Holzkirchen ein Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Föching in Empfang genommen. Es dient als Ersatz für den Einsatzbus der Staffel, der bei der verheerenden Explosion in der Rettungswache in Bad Wiessee (wir berichteten) völlig zerstört worden ist.

Bei der offiziellen Übergabe vor dem Feuerwehrhaus wuseln die Rettungshunde schwanzwedelnd umher, einige bellen aufgeregt. So als wäre ihnen die Besonderheit dieses Moments ganz bewusst. Tatsächlich sei es ein „starkes Zeichen für das Zusammenwachsen über Rettungsdienstgrenzen hinweg“, sagt der Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Robert Kießling. „Für uns war es gar keine Frage, dass wir hier helfen“, erwidert Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis, der als Dienstherr der Föchinger Feuerwehr grünes Licht für die Aktion geben musste.

Tatsächlich setzen Feuerwehr und Gemeinde den im Februar ausrangierten Mercedes-Sprinter nicht für andere Zwecke in der Gemeinde ein oder verkaufen ihn weiter, sondern überstellen ihn für zunächst zwei Jahre kostenlos an die Rettungshundestaffel. Die stand mit ihren knapp 20 Mitgliedern nach dem Großbrand in Bad Wiessee vor einem ernsthaften Problem. Ebenso wie die Gerätschaften anderer BRK-Einheiten war ihr neu angeschaffter Transporter samt Ausstattung wie Hundeboxen, Computer, Helmen oder Funkgeräten komplett ausgebrannt.

In ein bis zwei Monaten, wenn das frühere Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr optisch bearbeitet und auch im Inneren umgerüstet ist, steht zumindest wieder ein fahrbarer Untersatz für die Einsätze zur Verfügung. Stationiert wird der Transporter dann bei einem Mitglied der Rettungshundestaffel in Holzkirchen „Momentan behelfen wir uns mit Privatautos“, berichtet Buitkamp. Das benötigte Material und die Hunde mit nur einem Fahrzeug zu den 30 bis 40 Einsätzen pro Jahr zu bringen, sei freilich wesentlich ökonomischer.

Bei Föchings Feuerwehrkommandant Martin Fischhaber und Vorstand Thomas Reimann wiegt die Freude über eine sinnvolle Weiternutzung des Sprinters mehr als der Abschiedsschmerz. Immerhin über zehn Jahre und 22 000 Kilometer war der Mercedes den Föchingern ein treuer Begleiter. In Eigenleistung hatten die Kameraden das Fahrzeug seinerzeit ausgebaut. Mobil sind die Föchinger Feuerwehrler freilich weiterhin: Ein neues Mehrzweckfahrzeug steht seit dem Frühjahr einsatzbereit in der Garage.

sh

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