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Ganz schön verzwickt: Die Sperrung der Rosenheimer Straße dürfte für Chaos im Ort sorgen.

Brücke wird saniert  

Rosenheimer Straße: Die nächste Vollsperrung steht an

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Ab Dienstag, 2. Mai, bis 8. September, ist die Brücke an der Rosenheimer Straße in Holzkirchen gesperrt. Autofahrer, Radler und Fußgänger müssen auf Umleitungen ausweichen.

Holzkirchen – Kaum haben die Bürger die Vollsperrung am Bahnübergang an der Miesbacher Straße verdaut (wir berichteten), wird die nächste Hauptschlagader in Holzkirchen dicht gemacht. „Die Nachbarn müssen sich auf die Belastung einer Großbaustelle einstellen“, mahnt Birger Nemitz, Pressesprecher im Landratsamt. „Eine gesonderte Abkapselung wird aber nicht stattfinden.“

Das Landratsamt saniert die Brücke an der Rosenheimer Straße (Kreisstraße MB 4) kurz vor dem HEP-Kreisel in Holzkirchen für gut 650 000 Euro. Ab Dienstag, 2. Mai, ist die Brücke daher gesperrt. Dann ist ein langer Atem gefragt: Voraussichtlich bis 8. September kann der Kfz-Verkehr die Brücke nicht passieren. Auch für Radler und Fußgänger gibt es kein Durchkommen.

Die Brücke wurde laut Nemitz im Jahr 1975 in der maximalen Bauklasse errichtet. In der Hauptprüfung des 42 Jahre alten Bauwerks, das über die Gleise führt, wurden dem Sprecher zufolge starke Schäden an den Brückenkappen festgestellt, die einer grundhaften Instandsetzung bedürfen. „Weiter fielen bei der Begutachtung auch schwerwiegende Mängel an den Widerlagern und an den Überbau-Fugen auf.“ Um die Dauerhaftigkeit der Brücke weiterhin gewährleisten zu können, sei die nun anstehende Sanierung dringend erforderlich.

Die Instandsetzungsvorbereitungen fanden schon im Herbst 2016 mit der Verlegung von Spartenleitungen statt. Dabei verlegten die Gemeindewerke Holzkirchen und die Telekom ihre Leitungen aus den Brückenkappen unter den Überbau der Brücke.

Die jetzige Sanierungsmaßnahme sei wegen der beengten Baustelle und dem Abbruch der Kammerwände und der Widerlager nur unter Vollsperrung ausführbar, erklärt Nemitz. Die Sudetenstraße und der Bahnhofweg bleiben für Anlieger weiter befahrbar.

Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer müssen während der Bauarbeiten auf andere Wege ausweichen. Die ersten Boten, die Vorwegweiser, sind bereits aufgestellt. Diese Schilder kündigen die Umleitungen für den Fahr- und Fußgängerverkehr an. Die Umleitungen sind laut Nemitz mit den anderen zuständigen Behörden und Institutionen besprochen und abgestimmt.

Radler und Fußgänger können auf angrenzende Straßen und Wege umsteigen. Wer etwa südlich der Brücke zum HEP radeln möchte, kann den Umweg über die Frühling- zur Au- bis zur Industriestraße nutzen. Für Fußgänger gibt es zwischen Au- und Rosenheimer Straße zudem einen kleinen Verbindungsweg. Wer zum Beispiel vom Norden zum Bahnhof laufen oder radeln will, kann über den Lechlweg und die Unterführung an der Erlkamer Straße dorthin gelangen.

Der Kfz-Verkehr wird vorwiegend über die Münchner Straße, die Nordspange (MB 9) sowie die B 318 umgeleitet. Wer also beispielsweise vom Bahnhof ins HEP gelangen möchte, kann über die Nordtangente dorthin gelangen. Gleiches gilt für Autofahrer, die aus Richtung Süden kommen und in den Norden möchten. „Auf der Münchner Straße und den anderen Umleitungen ist dann mehr Verkehr zu erwarten“, erklärt ein Mitarbeiter aus dem Landratsamt. Das sei aber kaum zu vermeiden: „Schließlich kappen wir ein Nadelöhr in Holzkirchen.“

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