+
Wird schon mal nass gemacht: Eisstadion.

Am 1. November geht‘s los

Saisonstart: Eisstadion kommt durch den Winter

  • schließen

Die Gemeindewerke haben die marode Pistenverrohrung erneut geflickt. Die Saison im Holzkirchner Eisstadion startet voraussichtlich am 1. November.

Holzkirchen – Das Eisstadion bringt Sportler und Verantwortliche stets ins Schwitzen. Denn jedes Jahr aufs neue stellt sich die Frage, ob sie noch hält. Gemeint ist die rund 20 Kilometer lange Pistenverrohung unter der Eisfläche, durch die das Kühlmittel fließt. Diese ist seit Jahren marode und wird von den Gemeindewerken, die das 60 Jahre alte Hubertusstadion betreiben, immer wieder provisorisch geflickt. Eine richtige Sanierung würde wohl über 100 000 Euro kosten.

Die gute Nachricht: Auch heuer hält sie wieder, oder besser gesagt noch. Vor dem Saisonstart – der für Mittwoch, 1. November, geplant ist – haben die Gemeindewerke noch mal alles überprüft: „Wir haben die kritischen Stellen mit Schutzfarbe eingestrichen“, erklärt Geschäftsführer Albert Götz. „Es war alles nicht so tragisch.“ Außerdem standen kleinere Arbeiten etwa an den Umkleiden an. Die Eismaschine, die Zamboni, wurde ebenfalls gewartet. „So trauen wir uns heuer wieder, in den Betrieb zu gehen.“

Doch auf Dauer muss wohl eine andere Lösung her. Seit Jahren denkt die Marktgemeinde über eine Auslagerung des Eisstadions nach – auch angesichts der geplanten Postbräubebauung und der damit verbundenen Lärmbelästigung für Anwohner. Neuen Schwung hat die Idee nun durch einen frisch gegründeten Förderverein bekommen, der sich für den Neubau einer Eis- und Mehrzweckhalle einsetzt (wir berichteten). Das gefällt auch Götz. „Ich finde die Initiative gut, weil dann wieder mehr über ein neues Eisstadion gesprochen wird“, sagt er. Auch er träumt insgeheim von einer neuen Eishalle. Diese würde sicher mehr Nutzer im Publikumslauf anlocken, wodurch mehr Geld in die Kasse fließen würde, sagt Götz.

Den Standort in der Alten Au neben der Geothermie, den Bürgermeister Olaf von Löwis und der Verein ins Spiel brachten, hält auch Götz grundsätzlich für denkbar, aber: „Man braucht eine große Fläche“, meint er. Gerade, damit es auch für eine zweite Eisfläche reicht, die der Architekt Guido Pfaffhausen dem Förderverein ans Herz legte. Andere mögliche Standorte wären das Moarhölzl – aber hier könnten laut Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) andere Sportarten zum Zuge kommen. Und nördlich des Staatlichen Gymnasiums gehöre der Gemeinde kein Grund. Rein technisch gesehen wäre der Standort neben der Geothermie sicher nicht schlecht. „Die Versorgungsleitungen wären da“, sagt Götz. Doch die Kosten enorm: Rund 13 bis 15 Millionen Euro machten zuletzt die Runde.

Mehr Kapazitäten täten dem Stadion dennoch gut. Das an der Thanner Straße ist laut Gemeindewerken diese Saison wieder mal „voll ausgebucht“. Eissport-Vereine, Schulen, Kindergärten und Volkshochschule haben ihre Belegungstermine längst geblockt. Vor allem die Eishockeyspieler des ESC wünschen sich seit jeher mehr Eiszeiten.

Der diesjährige Saisonstart fällt mit dem 1. November mitten in die Herbstferien. Wenn es das Wetter zulasse, öffnet das Stadion laut Götz schon ein paar Tage früher seine Türen. Damit Kinder und Jugendliche voll auf ihre Kosten kommen. Das entscheiden die Gemeindewerke aber erst sehr kurzfristig. „Wir hoffen, dass es bald kälter wird“, sagt Götz. Die lauen Temperaturen, die heuer der Oktober brachte, seien schlecht für das Eismachen. Die Saison dauert voraussichtlich bis 28. Februar. Und am Ende stehe sicher wieder ein Defizit an, von gut 180 000 Euro. Bekanntlich ist das Stadion – wie andere öffentliche Einrichtungen auch – für die Gemeinde ein Zuschussgeschäft.

Die Preise im Hubertusstadion sind laut Götz stabil geblieben. Erwachsene zahlen für die Einzelkarte 3 Euro und für die Zehnerkarte 24 Euro. Für Kinder, Schüler, Studenten und Schwerbehinderte kostet der Eintritt 1,50 Euro, die Zehnerkarte bekommen sie für 12 Euro. Schwerbehinderte Kinder dürfen kostenlos rein. Ein besonderes Schmankerl: Alle Personen haben an ihrem Geburtstag freien Eintritt. Sie müssen dafür nur ihren Personalausweis vorlegen. Fragen zu Platz- und Bahnmiete beantwortet Sabine Acosta unter: z 0 80 24 / 90 44 13 oder per Mail an: acosta@gw-holzkirchen.de.

Die Öffnungszeiten

Der Publikumslauf findet zu folgenden Zeiten statt: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von jeweils 13.30 bis 15.30 Uhr; Freitag (auch an Feiertagen) zusätzlich von 19.45 bis 21.30 Uhr. Sonntags und an Feiertagen ist das Stadion von 9.30 bis 11.30 Uhr sowie von 13.30 bis 15.30 Uhr geöffnet. Während der Schulferien kann jeden Tag (außer samstags) Schlittschuh gelaufen werden, jeweils von 9.30 bis 11.30 Uhr und von 13.30 bis 15.30 Uhr.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Sonderermittler nehmen Witterung auf
Die Otterfinger Giftköder haben weitere Opfer gefordert. Laut Polizei starb ein Hund, zwei Vierbeiner leiden unter Vergiftungen. Die Polizei hofft, mithilfe von …
Sonderermittler nehmen Witterung auf
Otterfinger spricht Rennradlerin auf Tour an - und leckt ihren Fahrradsattel ab
Obskur, skurril, eklig: Ein ungewöhnlicher Fall wurde jetzt  am Amtsgericht Wolfratshausen verhandelt. Ein Otterfinger hatte den Sattel einer jungen Rennradlerin …
Otterfinger spricht Rennradlerin auf Tour an - und leckt ihren Fahrradsattel ab
FOS-Schüler macht Karriere beim Film
Als Neunjähriger kam Erik Linnerud als Komparse zum Film. Acht Jahre später hat die Karriere Fahrt aufgenommen. Der 17-Jährige, der die FOS Holzkirchen besucht, ist am …
FOS-Schüler macht Karriere beim Film
Pharma-Riese Hexal feilt weiter an seinem Campus im Gewerbegebiet in Holzkirchen
Der Pharma-Konzern Hexal plant einen Parkplatz für 540 Autos direkt neben dem neuen Firmen-Campus. Die Gemeinde hofft, dass der Grund langfristig nicht nur mit …
Pharma-Riese Hexal feilt weiter an seinem Campus im Gewerbegebiet in Holzkirchen

Kommentare