Polizei über Malina-Gutachten: „Es gibt unterschiedliche Ergebnisse“

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Gelbe Engel: Mit diesen Recyclingtüten will Johann Bachhuber vom Ordnungsamt das Problem der liegengelassenen Hundekotsackerl in den Griff bekommen.

Gemeinde vermutet: Recycling-Tüten verleiten zum Wiesen-Wurf

Sauerei: Hundehalter schmeißen Kot-Tüten in die Wiese

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Holzkirchen - Liegengelassene, volle Hundekottüten sind in Holzkirchen an vielen Stellen ein Problem. An der Steindl-Allee haben sie das Fass jetzt zum Überlaufen gebracht.

Johann Bachhuber vom Ordnungsamt im Rathaus stinkt es gewaltig. Im Auftrag des Landratsamts habe ein Mitarbeiter einer Firma neulich an der Steindl-Allee Bäume frei gemäht. Doch als er mit seinem Schneidegerät durch das Grün schlitterte, kam die böse Überraschung. Denn eine volle Hundkottüte hatte sich im Geäst verhangen. „Da ist es ihm wortwörtlich um die Ohren geflogen“, schimpft Bachhuber. „Das ist ekelhaft.“ Dabei sei der nächste Mülleimer keine 200 Meter entfernt. 

Liegengelassene Hundekottüten in der Steindl-Allee und im Kogel sind ein Problem, das immer wieder im Holzkirchner Rathaus aufschlägt. Laut Bachhuber beschweren sich neben dem Landratsamt, das sich um das Naturdenkmal kümmert, öfters Bürger und Bauhofmitarbeiter darüber. Auch andernorts säumen die roten, anthrazitfarbenen und gelben Sackerl den Boden, die Flintspachstraße werde beispielsweise ebenfalls von Hundebesitzern frequentiert und mit Hinterlassenschaften übersät. 

Dabei ist die Gemeinde um Sauberkeit bemüht. So stellt sie die Hundekotsackerl kostenlos zur Verfügung, und gibt jährlich gut 3000 Euro dafür aus. Circa 25.000 Euro fallen für die Arbeiten an, die der Bauhof, der etwa die Mülleimer leert, in Sachen Hund erledigt. Zum Vergleich: Die Hundesteuer spült jährlich circa 31.000 Euro in die Kasse. 38 Tütenspender sind im Gemeindegebiet verteilt. Auch am Eingang der Steindl-Allee steht einer. 

Insgesamt zählt das Gemeindegebiet 644 Hundebesitzer – was etwa 3,9 Prozent der Bevölkerung entspricht. 

Was Bachhuber nicht versteht: „Die Tüten werden gezogen und benutzt“, sagt er. „Und das Aufheben und das reinlegen in die Tüte ist doch eigentlich der schlimmste Schritt.“ Da sei es doch kein Aufwand mehr, die Tütchen bis zum nächsten Mülleimer zu tragen. Weit gefehlt. Anstattdessen schleudern einige Frauchen und Herrchen die vollen Säckchen einfach ins Gebüsch oder auf den Weg. „Manchmal werden die Tüten einfach rausgerissen und unbenutzt auf den Boden geworfen“, klagt Bachhuber. „Das ist Vandalismus.“ 

"Das ist Vandalismus" - "Uns stinkt es gewaltig"

Diana Popa, zweite Vorsitzende der Hundeschule Holzkirchen, gefallen solche Vorfälle ebenso wenig. „Uns stinkt das gewaltig“, sagt sie. Diese schädigen den Ruf aller Hunde und Hundebesitzer. „Das trägt nicht dazu bei, dass Hunde als positiver Faktor angesehen werden.“ „Tatsächlich ist es so, dass die meisten zwar die Tütchen nutzen“, bestätigt sie. Manche Halter würden die Tüten ablegen, um sie am Rückweg abzuholen. „Dann vergessen sie sie.“ Oder es ist zu dunkel. Manchmal sei es „pure Faulheit“. Ausreden gibt es viele. „Es ist leider überall so“, sagt Popa. Schwarze Schafe gibt es immer. 

Hundehalter seien beratungsresistent: "Sie reagieren aggressiv"

In der Hundeschule versuche man, die Besitzer zu sensibilisieren. Aber manche seien beratungsresistent. „Oder sie reagieren richtig aggressiv.“ Vor alle am Land würden viele es nicht einsehen, die Häufchen überhaupt aufzuheben. „Sie denken, dass alles eh verrottet.“ Auch im Bereich rund um die Hundeschule passieren oft solche Malheure. Warnschilder werden ignoriert. Der Bauer schimpfe dann. „Diese Kämpfe führen wir regelmäßig.“ 

Eine anderes Problem ist: Hundekot auf Nutzflächen könne bei Kühen Krankheiten oder Fehlgeburten auslösen, erklärt Popa. 

Dabei sei Holzkirchen im Prinzip ganz gut ausgestattet mit Tüten und Eimern: „Ich finde, beliebte Gassimeilen sind gut bestückt.“ 

Verdacht: Recyclingtüten verleiten zum Wiesen-Wurf

Bachhuber feilt derweil an einer Lösung für das schmuddelige Problem: Die Gemeinde verwende viele Recyclingtüten – der Umwelt zuliebe. Diese seien anthrazitfarben und daher schwer zu erkennen. Für Bachhuber ein weiterer Grund, warum Hundebesitzer das Säckchen auf den Boden fallenlassen. „Das ist ein psychologischer Effekt“, glaubt er. Die Hemmschwelle sinke. 

Besser wären daher Tütchen in der Signalfarbe gelb. Dabei handle es sich um naturnahe Rohstoffe, weshalb diese Exemplare teuerer seien, die Packung kostet hier fünf Euro mehr. Diese seien auch für potentielle Opfer, die reinsteigen, besser sichtbar. Die gelben Sackerl waren testweise schon im Einsatz. „Jetzt wollen wir das ausweiten“, erklärt Bachhuber.

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