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Im Nahkampf mit dem nassen Element: 13 Teams nahmen heuer am Sautrogrennen teil.

Hartpenninger Dorffest 

Im Nahkampf mit dem nassen Element

Beim Hartpenninger Dorffest wird’s nicht nur spätabends feucht-fröhlich: Beim Sautrogrennen auf dem Dorfweiher üben sich die Teilnehmer traditionell im Nahkampf mit dem nassen Element. Manche mussten heuer „wacker absaufen“, andere paddelten auf der „Überholspur“.

Großhartpenning– Scharen von Zuschauern drängten sich am Ufer des Dorfweihers in Großhartpenning, um am Samstag das Sautrogrennen zu verfolgen. „Wir haben heuer 13 Teams“, verriet Moderator Mike Fischer. Auch das letztjährige Siegerteam „Cool Runnings“ mit Markus Schram und Martin Fiechtner war wieder dabei, ebenso wie Sebastian Beil, der in den vergangenen Jahren die Co-Moderation übernommen hatte und jetzt für den „SV Wacker absaufen“ wieder an den Start ging. Als Sautrog-Fee fungierte diesmal Kilian Rest.

Bei bester Stimmung in der „Arena“ starteten dann die Teilnehmer zum feucht-fröhlichen Wettstreit, wobei der Moderator auf eine diesjährige „Sonderchallenge“ hinwies: „Wer einen Fisch fängt, darf ihn auch behalten.“ Dazu hätte sich manchem Team durchaus Gelegenheit geboten, denn nicht allen glückte die Überquerung des Weihers ohne Kontaktaufnahme mit dem nassen Element.

Gut gezielt ist fast getroffen: Die Kinder konnten ihre Geschicklichkeit beim Flaschenhals-Angeln testen.

So etwa den „Kung-Fu-Würschten“, die gegen das Team „Überholspur“ antraten. Bereits wenige Meter nach dem Start kommentierte Fischer ihre Technik mit „gut umgeschmissen“. Auch der Versuch, wieder in den Trog zurückzugelangen, erwies sich als „zach“ – der Weiher schien hier magische Anziehungskraft zu besitzen. Schließlich wurde das Gefährt einfach die letzten Meter ins Ziel geschoben, wo den Ankömmlingen ein „isotonisches Aufbaugetränk“ kredenzt wurde – ein Stamperl Schnaps. Auch der „SV Wacker absaufen“ hatte am Wendepunkt seine liebe Not. Nach mehrmaligem Kentern und Nahkampf mit dem Teichrosenteppich gelangte Beil zu dem Schluss: „Das Niedrigwasser bringt völlig neue Erkenntnisse, da scheint es einen Sog zu geben, der von oben und unten kommt.“

Auch interessant: Reality-TV-Sternchen blamiert sich im Festzelt 

Titelverteidiger „Cool Runnings“, stilecht in Jamaikas Nationalfarben und mit Rasta-Perücken, schaffte es schließlich gekonnt ins Finale, wo das Team auf den Kontrahenten „Überholspur“ mit Simmerl und Tino Maier traf. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen machte die „Überholspur“ auf den letzten Metern ihrem Namen Ehre: Mit 1:25 Minuten ruderten die beiden zum Sieg. Wieder an Land, erhielten sie den Sautrog-Wanderpokal und zwei Flaschen Sekt, die gleich für eine Sektdusche herhalten mussten. Trost vom Moderator gab es für „Cool Runnings“: „Ihr könnt Euch ja den Titel nächstes Jahr wieder zurückholen.“

Maß halten mit der Säge: Bei der Wiagsog-Moastaschaft galt es für die Teilnehmer in der ersten Runde, 1111 Gramm richtig abzuschätzen und dann auch vom Stamm abzuschneiden.

Einen weiteren Wettbewerb, an dem sich alle Festbesucher beteiligen konnten, bot die „Wiagsog-Moastaschaft“. Hier galt es, nach bloßem Augenmaß von einem Baumstamm ein Stück von genau 1111 Gramm abzusägen. „Man muss mit der Säge immer ziehen, bloß nicht schieben, sonst bleibt man mit den Zacken im Holz stecken“, erklärte Georg Jörg, der den Wettstreit leitete. Am Ende der Qualifikationsrunde wurden die Holzstücke dann gewogen. Diejenigen, die am besten geschätzt hatten, durften am Finale teilnehmen. Hier ging es dann um Schnelligkeit, wenn immer zwei Teams miteinander um die Wette sägten. Als Preise warteten Gutscheine für Speisen und Getränke – und ein Schubkarren voll Brennholz.

Auch sonst war wieder einiges geboten. Neben kulinarischer Vielfalt und musikalischer Umrahmung durch die Blaskapelle konnten sich die Besucher im Maßkrugstemmen üben oder ihr Glück beim Kegeln versuchen; für die kleineren Gäste bot eine Hüpfburg jede Menge Spaß. Abends klang der Festsamstag bei einem warmen Sommerabend im Festzelt, der Weinlaube oder an den Tischen unter freiem Himmel gemütlich aus. Der Frühschoppen am Sonntag mit Musik und Plattlereinlage rundete das Dorffest ab.

Stefan Gernböck

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