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Das Ausweichquartier: An der Hafnerstraße steht bereits der Container, in dem die Holzkirchner Sparkassen-Filiale während der Umbauzeit unterkommt. Der Betrieb hier startet am 5. November.

Bauarbeiten starten Anfang November

Schalterhalle ade: Sparkasse baut „Filiale der Zukunft“

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Große Schalterhalle, viel Distanz zwischen Mitarbeiter und Kunde: Die Bank von gestern, sie hat ausgedient. Wie die Bank der Zukunft aussieht, das will die Sparkasse am Holzkirchner Marktplatz zeigen. Im November beginnt der Komplett-Umbau. Eine „Begegnungsstätte“ soll es werden. 

Holzkirchen – Schon länger treibt die Kreissparkasse der Wunsch um, ihre Hauptfiliale in der größten und wirtschaftlich stärksten Kommune des Landkreises räumlich neu aufzustellen. Vor zwei Jahren schienen die Pläne reif zu sein, die Gemeinde segnete das Vorhaben ab. Doch das Unternehmen ließ sich Zeit. „Wir haben unser Filialkonzept noch einmal weiterentwickelt“, sagt Pressesprecher Peter-Friedrich Sieben.

Jetzt aber geht es los: Der Weltspartag Ende Oktober wird laut Sieben noch in den alten Räumlichkeiten am Marktplatz abgewickelt. Am 1. und 2. November ziehen die 14 Mitarbeiter in einen Container um, der im rückwärtigen Bereich an der Haferstraße als provisorisches Ausweichquartier aufgebaut ist. Dort startet der Betrieb am 5. November und dort wird auch der SB-Bereich mit Geldautomaten, Kontoauszugsdrucker und Einzahlungsmodul zu finden sein. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von zwölf Monaten“, sagt Sieben. 

Parken können die Kunden während des Umbaus in der nur wenige Meter entfernten Tiefgarage der Gemeinde. „Die Parkgebühr übernehmen wir“, kündigt Sieben an.

Ende 2019 soll sich die „Filiale der Zukunft“ (Sieben) aus den alten Räumlichkeiten herausgeschält haben. Das Erdgeschoß verwandelt sich von einer Schalterhalle in eine Begegnungsstätte, in der nicht nur, aber auch Bankgeschäfte getätigt werden. Ein Treffpunkt, in den Cappuccino und freies W-Lan locken soll. Künstler können sich präsentieren. „Da soll Leben rein“, sagt Sieben, „die Filiale soll einladend wirken, nicht repräsentativ.“

Wenn’s ans Eingemachte geht und diskrete Beratungsgespräche anstehen, können sich Berater und Kunden in Besprechungsräume im ersten Stock zurückziehen. Das zweite Stockwerk und ein zusätzlich aufgesetztes Dachgeschoss wird vom Bankbetrieb abgekoppelt; hier sind vier Wohnungen geplant. „Ob wir die Wohnungen vermieten oder verkaufen, ist noch nicht entschieden“, sagt Sieben.

Die Aufstockung beschränkt sich auf den hinteren, nicht einsehbaren Teil des Gebäudes; um knapp zwei Meter wird der Dachstuhl angehoben. Die sandgraue Fassade in Richtung Hochgehweg am Marktplatz soll sich nicht wesentlich verändern – anders als das künftige Innenleben. „Die Holzkirchner werden staunen“, verspricht Sieben.

Seit über 90 Jahren ist die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee in Holzkirchen vertreten. Die Filiale am Marktplatz entstand 1974, in den 1990er Jahren wurden die letzten Umbauten vorgenommen.

Vor über sieben Jahren , unter dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Georg Bromme, hegte die Sparkasse noch sehr ambitionierte Baupläne: Man kaufte das alte Baywa-Areal von der Marktgemeinde, um dort in der Münchner Straße unter anderem eine repräsentative Geschäftsstelle hochzuziehen. 2012 zog Brommes Nachfolger Martin Mihalovits die Bremse. Das Gelände wurde an den Investor Thomas Vilgertshofer weiterverkauft.

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