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Mit aller Kraft erkämpfte sich Maximilian Huber (links) bei den Bayerischen Meisterschaften den Titel. Sein Gegner Johannes Bögl vom Altmühltal hatte keine Chance.

Föchinger wird Bayerischer Meister

Schlierachgauer Fingerhakler lassen den Gegnern kaum ein Entkommen

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Die Schlierachgauer Fingerhakler haben zu Beginn des Jahres einige Titel abgeräumt: Ein Neunjähriger aus Föching ist Bayerischer Meister und das Team um Helmut Weiß bewies beim Frühjahrshakeln gute Form.

Landkreis – Erste Meisterschaft, erster Titel. Besser hätte es für den neunjährigen Maximilian Huber aus Föching nicht laufen können. Bei den Bayerischen Schülermeisterschaften im Fingerhakeln ließ er seinem Gegner keine Chance und holte die nötigen Punkte auf seine Seite des Tisches. „Ein Start von Null auf Hundert“, sagt Helmut Weiß (44), Vorsitzender der Schlierachgauer Fingerhakler, anerkennend.

Heuer erst hat sich Huber den Schlierachgauern angeschlossen, inspiriert von Freunden. Trainiert wird gemeinsam bei den Taubenberglern, einer Untergruppe der Schlierachgauer, etwa ein bis zweimal die Woche. „Das sind etwa elf Burschen, die sich gegenseitig anspornen“, sagt Weiß. Da ist der Ehrgeiz freilich riesig.

Ein enormes Zugpferd für die Nachwuchshakler sei Leonhard Thurnhuber, sagt Weiß. In der Klasse der Zwölf- und 13-Jährigen konnte der Holzkirchner aber nicht wie gewohnt auf den vorderen Plätzen landen. „Das ist eine ganz schwierige Altersklasse“, erklärt Weiß. Die Gewichtsunterschiede seien enorm, die Buben würden alle unterschiedlich schnell wachsen. Thurnhuber wurde letztlich 13.

Die erwachsenen Hakler haben ebenfalls die ersten Meisterschaften schon hinter sich. Beim Frühjahrs-Hakeln trat der Schlierachgau mit elf Mann an den Tisch – und kam mit drei Meistertiteln aus St. Koloman (Salzburger Land) nach Hause. Andreas Gschwendtner (49) sicherte sich im Leichtgewicht (bis 80 Kilo) den Wanderpokal und zwar schon das zweite Mal hintereinander. Gewinnt er ihn im nächsten Jahr erneut, darf er ihn behalten.

Ebenfalls auf Rang eins hakelte sich Markus Weber (23) in der Gewichtsklasse bis 75 Kilo. Der Hundhamer ist derzeit einer der jüngsten Fingerhakler in der Erwachsenenklasse im Schlierachgau. Weiß selbst verteidigte im Mittelgewicht (bis 85 Kilo) den Titel. Leicht gemacht haben es ihm seine Gegenüber aber nicht. „Das waren ganz starke Konkurrenten“, gibt Weiß zu. Die Kämpfe waren schwer, am Ende gewann Weiß sie aber alle. Für den Wanderpokal mit der Mannschaft reichte es aber nicht. Der ging heuer an die Gastgeber. „Auch okay“, sagt Weiß, ganz der faire Sportsmann, und lacht. „Wir haben den schon echt oft gewonnen.“

Wichtiger ist ihm, dass die Hakler alle gute Form bewiesen haben. „Das Frühjahrs-Hakeln nehmen wir als Test.“ Die gute Form wollen die Schlierachgauer beibehalten, damit sie bei der 40. Alpenländischen Meisterschaft in Wörnsmühl am 25. Mai auf Titeljagd gehen können. Weiß ist bisher zufrieden. „Wir sind gut in Fahrt.“

nip

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