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Hexal-Areal im Wandel: Die Neubauten nehmen Form an und sollen mit dem bestehenden Bürokomplex zu einem Campus fusioniert werden. Der Parkplatz wird auf die Grünflächen erweitert und mit über 100 Bäumen bepflanzt.

Hexal im Gewerbegebiet 

Schluss mit dem BND-Flair: Hexal gestaltet Campus - Bedenken wegen Parkplatz

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Abschottung war einmal: Künftig will sich der Pharmakonzern Hexal „offener“ präsentieren. Die Zentrale im Holzkirchner Gewerbegebiet wächst -wie  gefällt nicht jedem im Gemeinderat.

Holzkirchen – Die Entscheidung fiel in der Schweiz, genauer gesagt in Basel. Dort hat Novartis, der Mutterkonzern der in Holzkirchen ansässigen Hexal AG, ihr Hauptquartier. Das Signal der Firmen-Oberen war klar. „Wir wollen in Holzkirchen investieren“, fasste Dieter Enzner, Leiter des Standort-Managements, die strategische Ausrichtung nun im Bauausschuss zusammen.

In Zahlen übersetzt sind das 45 Millionen Euro, die der Pharmakonzern in den Bau zweier neuer Bürogebäude am Standort in der Industriestraße 18 steckt. Wie berichtet, zieht das Unternehmen seine Mitarbeiter aus den angemieteten Büros im Gewerbegebiet und aus der Niederlassung in Oberhaching (Kreis München) am Firmensitz in Holzkirchen zusammen. Das Ziel: Der Komplex verwandelt sich in einen modernen Campus.

Wo viele Menschen arbeiten, wollen auch viele Autofahrer parken. Besonders bei Hexal, deren Mitarbeiter laut Enzner zu „50 bis 60 Prozent“ per Pkw pendeln. Der begrünte Parkplatz für 540 Fahrzeuge, der wie berichtet nordöstlich des Campus geplant ist, stößt im Marktgemeinderat aber nicht ausnahmslos auf Gegenliebe. „Bei jedem anderen Projekt würden wir eine Tiefgarage fordern“, bemängelte Ulrike Küster (Grüne), als die Pläne nun erneut vorgestellt wurden. Sie sei nicht bereit, über 500 oberirdische Parkplätze zu genehmigen. Auch ihr Parteikollege Robert Wiechmann monierte den „irrsinnigen Flächenverbrauch“, hinterlegte jedoch die Hoffnung, „dass der Baugrund so teuer war, dass irgendwann eine Tiefgarage entsteht“. Eine Hoffnung, die bereits zuletzt aufgeflammt war und nun von Standort-Manager Enzner befeuert wurde. „Es könnten weitere Gebäude entstehen“, sagte er. Im Gegenzug würden die Stellplätze wohl unter die Erde wandern.

Den oberirdischen Parkplatz, plädierte Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU), solle man einfach als Zwischenschritt werten. Dass der nächste in nicht allzu ferner Zukunft folgt, davon ist auch Hans Putzer (SPD) überzeugt. „Die würden sich doch nicht selbst ins Bein schießen“, raunte er Wiechmann zu.

Im allerersten Schritt, der Umgestaltung der Firmenzentrale, feilen die Verantwortlichen derweil auch an der Auswirkung. „Wir wollen unsere Philosophie ändern, wie wir uns der Außenwelt zeigen“, sagte Enzner. „Bislang haben wir uns nach Innen abgeschottet.“ Die Zäune und Tore sollen allerdings bald schon weitgehend der Vergangenheit angehören. Enzner: „Wir möchten uns öffnen.“

Anders als auf dem neuen ProSieben-Campus, der derzeit im Norden Münchens entsteht, ist diese neue Offenheit jedoch rein baulicher Natur, wie Hexal-Sprecher Hermann Hofmann auf Anfrage erläutert. Der Sender baut seinen Firmensitz ebenfalls zum durchdesignten Campus aus und möchte darin teils öffentliche Bereiche integrieren, um Besucher anzulocken. „Rein aus Sicherheitsgründen geht das bei uns nicht“, sagt Hofmann. Was nicht bedeute, dass niemand über den Campus schlendern könne. Nur die Bürotrakte sind tabu.

Im Bauausschuss wurde die Abkehr von der Abschottung begrüßt. „Noch“, sagte Wiechmann, „hat das nämlich ein wenig den Flair vom Bundesnachrichtendienst in Pullach.“

fp

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