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Unterfahrbare Salzsilos ermöglichen den Winterdienst-Fahrzeugen ein schnelles und unkompliziertes Nachfüllen.

Nach dem Schneechaos

Salzlager für A8 und Bundesstraßen: So viel gibt es noch für die Region

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Der Schnee der vergangenen Wochen hat die Räum- und Streudienste stark beansprucht, und damit auch die Salzlager der Kommunen deutlich geleert. Das ist die Lage.

Landkreis - „Unser Salzlager ist noch gut gefüllt“, sagt Horst Müller, Leiter der Straßenmeisterei in Hausham. „Wir haben fünf Salzhallen für die Bundes- und Staatsstraßen. Dort können 4500 Tonnen untergebracht werden. Derzeit sind sie noch zu 40 Prozent gefüllt.“ Und das, obwohl auch die Gemeinde Hausham mitversorgt wird. Diese unterhalte aufgrund des überörtlichen Salzdepots am Ort kein eigenes Lager, jedoch sei die benötigte Menge auch deutlich geringer.

Nachschub braucht jedoch auch das Salzlager der Straßenmeisterei. „Gerade erst haben wir nach den schneereichen Tagen noch mal 1000 Tonnen bekommen“, berichtet Müller.

Der Vorteil für die Straßenmeisterei: Sie muss sich nicht selbst auf dem freien Markt versorgen, sondern kann auf das große Zentrallager in Wasserburg zurückgreifen, das für die Staatlichen Bauämter Rosenheim und Traunstein sowie die Autobahndirektion Südbayern zur Verfügung steht. Dort seien bis zu 40.000 Tonnen Salz gelagert. Und man der Zufall kommt gewissermaßen auch zur Hilfe, wie Müller sagt: „Wir haben hier im Landkreis in den vergangenen Tagen natürlich überdurchschnittlich viel Salz gebraucht, aber dafür war der Bedarf in den Landkreisen Mühldorf und Ebersberg geringer. Deshalb sieht jetzt noch gut aus.“

Autobahn A8 Holzkirchen - noch ist Salz da

Entspannt sieht auch die Autobahmeisterei Holzkirchen den nächsten Wochen entgegen. Aus dem ebenfalls sehr schneereichen Winter 2005/2006 habe man Lehren gezogen, sagt Josef Seebacher, Sprecher der Autobahndirektion Südbayern, die für die Holzkirchner Station zuständig ist. Nicht weniger als 100.000 Tonnen Streusalz halte man in eigenen und zwei angemieteten Hallen in Reserve. „Ein wichtiger Zwischenpuffer, der uns unabhängig macht von Lieferanten“, sagt Seebacher, „uns geht das Salz nicht aus.“

Dabei erreichte der Bedarf während des ersten „Schneewochenendes“ einen Spitzenwert. 3000 Tonnen wurden von Freitag bis Montagfrüh zwischen München und Staatsgrenze verstreut. Je nach Strenge des Winters brauchen die Autobahnmeistereien Holzkirchen und Rosenheim insgesamt 25.000 bis zu 105.000 Tonnen je Saison. 

Der Winter 2018/2019 liegt aktuell noch knapp unter dem durchschnittlichen Verbrauch von 70.000 Tonnen. „Noch ist alles möglich“, sagt Seebacher, „vom Salzverbrauch her kann ein normaler, aber auch ein extremer Winter werden.“  ddy/avh

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