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Die Unfallstelle auf der A8.

Gaffer lösen zweiten Stau aus

A8: Auto kracht auf Lkw-Führerhaus - Fahrer schwerst verletzt eine Stunde eingeklemmt

Schwerer Lkw-Unfall auf der A8 in Richtung München: Kurz vor der Anschlussstelle Holzkirchen ist ein Auto-Transporter auf einen anderen Lkw aufgefahren. Der Fahrer ist schwerstverletzt.

16.07 Uhr: Das ist laut Autobahnpolizei Holzkirchen der genaue Unfallhergang:

Kurz vor der Anschlussstelle Holzkirchen übersah der 23-Jährige Fahrer eines Kleintransporters zum Pkw Transport mit Anhänger dass verkehrsbedingte Abbremsens eines türkischen Sattelzugs. Nahezu ungebremst fuhr er auf das Heck des Sattelzuges auf.

Durch die Wucht des Aufpralls wurden die auf dem Kleintransporter bzw. dessen Anhänger verladenen, neuwertigen Pkw nach vorne geschleudert. Entgegen ersten Vermutungen wurde nicht der auf dem Anhänger geladene Pkw über das Gespann hinweg geschleudert. Tatsächlich schob der auf dem Anhänger geladene Pickup den auf dem Kleintransporter stehende Pkw nach vorne über das Führerhaus des Kleintransporters hinweg, bis dieser schließlich vor dem Kleintransporter auf die Fahrbahn fiel und senkrecht auf dem Führerhaus des Kleintransporters zum Stehen/Liegen kam.

Die Bergung des Fahrers gestaltete sich auf Grund des auf dem Fahrerhaus liegenden Pkw und der Verformung des Kleintransporters äußerst schwierig. Erst nach über einer Stunde gelang es den Rettungskräften der Feuerwehren Weyarn und Holzkirchen den schwerst verletzten Fahrer aus seinem Führerhaus zu befreien. Er kam mit dem Rettungshubschrauber ins Unfallklinikum nach Murnau.

Der Schaden am Kleintransporter, am Sattelzug sowie an den neuwertigen, aufgeladenen Fahrzeugen wird auf ca. 100.000 Euro geschätzt.

Zur Bergung des Verletzten musste die Richtungsfahrbahn München für 1,5 Stunden komplett gesperrt werden. Es bildete sich ein ca. 20km langer Rückstau.

In der Gegenrichtung, Fahrtrichtung Salzburg, kam es wegen Gaffern ebenfalls zu starken Verkehrsbehinderungen. Es musste abermals festgestellt werden, dass etliche Verkehrsteilhemer in Schrittgeschwindigkeit und mit ihrem Handy filmend an der Unfallstelle vorbei fuhren. Die hier festgestellten Verstöße wurden durch die Autobahnpolizei Holzkirchen mit Video und Bildaufnahmen gesichert und werden zur Anzeige gebracht.

Es darf zum Schluss lobend erwähnt werden, dass die im Stau Richtung München sehenden Verkehrsteilnehmer zwischen der Anschlussstelle Weyarn und der Unfallstelle eine vorbildliche Rettungsgasse für die anfahrenden Rettungskräfte gebildet hatte. So war hier eine Durchfahrt für Feuerwehr und Rettungsdienst nahezu störungsfrei möglich.

14.55 Uhr: Die Feuerwehren Weyarn und Holzkirchen waren mit jeweils vier Fahrzeugen und insgesamt etwa 30 Einsatzkräften vor Ort. Die Einsatzleitung hatte der Weyarner Kommandant Ralph Benda:

„Der Fahrer war massivst eingeklemmt, wir haben über eine Stunde gebraucht, bis wir ihn befreit hatten.“ Der Einsatz gestaltete sich als äußerst schwierig. Der  Rettungshubschrauber musste warten, bis der Fahrer von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden konnte.

Er wurde schwerstverletzt ins Unfallklinikum Murnau geflogen. Vor Ort gingen die Einsatzkräfte von Lebensgefahr aus. Die Feuerwehr war danach noch stundenlang im Einsatz und mit Bergungsarbeiten beschäftigt.

14.49 Uhr: Die Autobahn ist offenbar wieder freigegeben. Der Rückstau reicht aktuell aber immer noch bis zur Ausfahrt Bad Aibling. 

14.21 Uhr: Der Rückstau hat sich kein bisschen entspannt. In Richtung München staut es sich inzwischen bis weit hinter Irschenberg. Im Stau hat ein Pkw das Rauchen angefangen. Die Feuerwehr musste zu einem weiteren Einsatz ausrücken.

Lesen Sie dazu auch: Retter rufen um Hilfe: A8 bringt uns Feuerwehrler an die Grenzen

11.52 Uhr: Die Autobahnpolizei Holzkirchen gibt erste Infos:

Demnach passierte der Unfall etwa um 10.10 Uhr.

Die Unfallstelle auf der A8.

Der Fahrer (weitere Daten noch nicht bekannt) eines Auto-Transporters mit Münchner Kennzeichen und aufgeladenem Pkw und Anhänger, auf dem sich auch ein Pkw befand, übersah das Bremsmanöver eines vor ihm fahrenden Sattelzuges und fuhr auf.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw, der sich auf dem Anhänger befand, so katapultiert, dass dieser auf dem Dach seines Führerhauses landete. Der Fahrer wurde eingeklemmt und schwer verletzt. Die Bergung der Person gestaltete sich äußert schwierig, konnte aber gerade abgeschlossen werden.

Da auf der Autobahn noch ein Rettungshubschrauber steht und die verunfallten Fahrzeuge abgeschleppt werden müssen, ist die Autobahn in Richtung München noch gesperrt. Es wird empfohlen, die Unfallstelle weiträumig zu umfahren.

11.45 Uhr: Der Stau wächst weiter in beide Richtungen. Die Bergung läuft. Auch in der Gegenrichtung bildet sich ein Rückstau ab Holzkirchen.

Update, 11.22 Uhr

Nach ersten Informationen vom Unfallort handelt es sich bei dem verunfallten Lkw um einen Autotransporter.

Video: Wie lassen sich Auffahrunfälle von LKW-Fahrern verhindern?

Update, 10.54 Uhr

Die A8 Richtung München ist gesperrt. Offenbar gibt es Verletzte. Ein Rettungshubschrauber landet. Der Rückstau reicht aktuell weit hinter die Ausfahrt Weyarn zurück bis zum Seehamer See.

Erstmeldung, 10.18 Uhr

Holzkirchen – Auf der Autobahn in Fahrtrichtung München zwischen Weyarn und Holzkirchen ist es am Dienstag gegen 10.20 Uhr zu einem schweren Unfall mit einem Lkw gekommen. Offenbar ist auch jemand eingeklemmt. Die Rettungskräfte sind im Einsatz. 

Der Verkehr staute sich in dem Bereich bereits ohnehin, es dürfte zu weiteren Behinderungen kommen. Die Fahrbahn ist teilweise blockiert, der Verkehr wird aber offenbar an der Unfallstelle vorbeigeführt. Mit längerem Stau ist zu rechnen. 

ag/kmm

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