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Mehrweg statt Müllmassen am Schulkiosk

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Von: Christine Merk

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Zur Übergabe der Becher kamen (v.l) Philipp Burgtorf (Förderverein Gymnasium), Lena Erkenbrecher (SMV FOS), Tim Seyock (P-Seminar), Axel Kisters (Schulleiter Gymnasium), Barbara Schömig (Frischeküche), Michael Hüttl (Schulleiter FOS), Josef Schlemmer (Förderverein FOS), Tobias Hoffmann (SMV FOS) und Yara Hein (P-Seminar).
Zur Übergabe der Becher kamen (v.l) Philipp Burgtorf (Förderverein Gymnasium), Lena Erkenbrecher (SMV FOS), Tim Seyock (P-Seminar), Axel Kisters (Schulleiter Gymnasium), Barbara Schömig (Frischeküche), Michael Hüttl (Schulleiter FOS), Josef Schlemmer (Förderverein FOS), Tobias Hoffmann (SMV FOS) und Yara Hein (P-Seminar). © privat

Weniger Einwegmüll: Dafür machen sich Schüler des staatlichen Gymnasiums Holzkirchen stark. Im P-Seminar haben sie jetzt Mehrwegbecher für den Kiosk auf den Weg gebracht.

Holzkirchen – Einen Kaffee oder Tee wissen die Schüler am staatlichen Gymnasium Holzkirchen und an der benachbarten Fachoberschule (FOS) zu schätzen. Die heißen Getränke gibt’s zum Glück ganz frisch an den Kiosks der Schulen – aber wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus? Das haben sich die Schüler des P-Seminars „Klimaschutz Konkret“ am Gymnasium gefragt, denn: Tee und Kaffee werden in Einwegbechern ausgeschenkt, und die landen nachher im Müll.

Sie haben also eine Rechnung zum CO2-Fußabdruck eines „Coffee to go“ aufgestellt und darin den Kaffee im Einwegbecher mit dem Kaffee im „wiederverwendbaren Gefäß“ verglichen. Das Getränk im Einwegbecher schnitt schlechter ab. Das brachte die Schüler auf die Idee, „die Einwegbecher durch Mehrwegbecher zu ersetzen“, wie sie berichten.

Schnell waren Unterstützer für die Sache gefunden. Die Frischeküche als Betreiber der Kioske, die Fördervereine der FOS und des Gymnasiums sowie das Landratsamt finanzierten den Kauf von 500 Mehrwegbechern.

Damit diese nicht in den Abfallkörben landen, sondern auch zurückgebracht werden, sei ein Pfandsystem eingeführt worden, schreiben die P-Seminaristen. Über Nachahmer würden sie sich freuen: „Wir hoffen natürlich, dass dieses Projekt sehr erfolgreich wird und dass dies ein Vorbild für andere Schulen beziehungsweise Kiosks werden kann, da dies ein einfacher Weg ist, um unnötigen Müll zu reduzieren.“

Bei der Übergabe konnten sich die Mit-Finanziers und Schulleiter davon überzeugen, dass die Becher nicht nur umweltfreundlich, sondern auch hübsch anzusehen sind.

Sie haben ein schuleigenes Design bekommen. Einer der Seminarteilnehmer hat die Fachoberschule und das Gymnasium gezeichnet. Darüber ist ein Zitat des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann aufgedruckt: „Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.“  

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