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Kirchenführung via Smartphone: In St. Josef startet das Ordinariat ein Pilotprojekt für K inder. Monika Mehringer und Josef Strauß stellen den pfiffigen Joe und seine digitale Schnitzeljagd am Sonntag erstmals vor.

Smartphone-Kirchenführer für Kinder 

Mit Joe auf Entdeckungstour

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Joe ist ein lässiger Typ, ein Jugendlicher  mit ungewöhnlichem Job: Kirchenführer in der neuen Pfarrkirche St. Josef. Aus dem Internet lässt er sich aufs Smartphone laden. Ein Pilotprojekt, das am Sonntag vorgestellt wird.

Holzkirchen St. Josef ist architektonisch spektakulär geraten. Aber reicht das, um junge Menschen, Familien und Kinder anzusprechen? Pfarrer Gottfried Doll schwebte eine unverkrampfte und moderne, Smartphone-basierte Einladung vor – und schnell fand er Mitstreiter im Erzbischöflichen Ordinariat. 

Josef Strauß (Fachbereich Medien und Kommunikation) und Monika Mehringer vom Kinderpastoral trommelten ein Team zusammen, unter anderem Anna Rieß-Gschlößl und Fritz Ihmig. Das Ergebnis: Der Kinderkirchenführer (Kikifü) für St. Josef. Am Sonntag, nach der Einweihung durch Reinhard Kardinal Marx, kann man Joe erstmals ausprobieren.

„Solche Mitmach-Apps für Kinder gibt’s schon länger“, sagt Strauß, „viele Museen nutzen das.“ Erstmals versuche man jetzt, damit auch Kirchen interessanter zu machen. „St. Josef als neue, ungewöhnliche eignet sich wunderbar“, sagt Monika Mehringer. Man muss keine Hochglanz-Broschüren auflegen. App laden und QR-Code scannen – und los geht’s. Die Kosten halten sich in Grenzen: Je nach Abrufen sind Lizenzgebühren in Höhe von 60 bis 200 Euro im Jahr fällig.

Der Smartphone-Kikifü funktioniert als digitale Schnitzeljagd. Zielgruppe sind Kinder im Grundschulalter. Ein Erwachsener, gerne ein Smartphone-affiner Papa, fungiert als Showmaster für die rund 30-minütige Erkundungstour. „Die Kinder müssen einen Wettlauf ums Gelände machen oder Such- oder Rätselaufgaben lösen“, verrät Strauß.

Bei richtigen Antworten klingelt eine virtuelle Kasse, man sammelt Punkte. Am Taufbecken müssen die Teilnehmer eine Skulptur bilden, am Ende ist sogar Karaoke angesagt. Dazwischen vermittelt das neue Medium auch theologische Inhalte. „Beispielsweise wird erklärt, dass jede Holzwabe der Kirche einzigartig ist – so wie jeder Mensch“, erklärt Mehringer.

Der lässige Joe, gezeichnet von der Holzkirchnerin Helga Fiebig, soll bald Nachahmer finden. „Im Juni planen wir einen Workshop“, sagt Strauß, „dann mit ersten Erfahrungen aus Holzkirchen.“

Das Projektteam ist am Sonntag, 18. März,  zwischen 13.30 und 15.30 Uhr vor Ort. Jeder kann den Kikifü dann mal durchspielen.

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