Aufregung um ausgelegte Stücke

Sorge um Giftköder in Holzkirchen: Wiener  entdeckt - Polizei gibt Entwarnung

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Ein Anwohner hat an der Tölzer Straße klein geschnittene Würstel entdeckt. Giftköder? Nein, sagt die Polizei. Auf die Laborergebnisse der Otterfinger Köder warten die Ermittler noch.

Holzkirchen – Hundehalter in der Region sind nach wie vor in Alarmbereitschaft. Die Angst vor weiteren Giftködern geht täglich mit Gassi. Als ein Holzkirchner an der Tölzer Straße am vergangenen Samstag nun einige klein geschnittenen Wiener-Würstl im Grünstreifen entdeckt hat, machte die Nachricht in den sozialen Netzwerken schnell die Runde. Unweigerlich kam die Frage auf: Handelt es sich um Giftköder, wie sie im Januar in Otterfing ausgelegt worden waren? Auf die Aufregung folgt nun die Entwarnung. Die Polizei hat die Würstl sichergestellt und in Augenschein genommen. „Ich habe das Stück Wurst hier auf meinem Schreibtisch liegen – und es ist eine ganz normale Wiener“, sagt André Reinwarth, der Giftköder-Ermittler von der Polizeiinspektion in Holzkirchen, im Gespräch mit unserer Zeitung.

In den vergangenen Wochen seien immer wieder derartige Funde gemeldet worden. Begründet habe sich der anfängliche Verdacht in keinem der „fünf, sechs“ Fälle. Keim der „Hysterie“, wie es Reinwarth nennt, sind die knapp drei dutzend Fressfallen, die im Januar in Otterfing gefunden wurden. Laut dem Ermittler ist jedoch weiterhin unklar, ob die Weizenkörner, die in die Wiener gestopft worden waren, tatsächlich mit Gift getränkt waren. Auf die abschließenden Ergebnisse der Laboruntersuchung warte er noch. „Der erste Teil liegt vor“, verrät Reinwarth. Über den Inhalt will er aus „ermittlungstaktischen Gründen“ keine Angaben machen. Allerdings sei mindestens ein Hund, der die Wiener gefressen hat, mit entsprechenden Symptomen in die Tierklinik gekommen. Daher „ist es naheliegend“, so Reinwarth, dass in Otterfing tatsächlich giftige Würste verteilt wurden. Den abschließenden Bericht erwartet er nun „allerspätestens“ in drei Tagen.

fp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Rene Ruprecht

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