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So könnte eine Multifunktions-Arena in der Alten Au Platz finden: Die große Halle ist für bis zu 2500 Besucher konzipiert, hauptsächlich für Eissport, aber auch für Kulturveranstaltungen oder Messen. Die kleine Halle wäre dem Eissport vorbehalten. Rechts ist das Geothermie-Areal zu erkennen, links unten der „Ratschiller-Kreisel“ am Rande des Gewerbegebiets Ost. Die überplante Fläche liegt im Gemeindewald.

Vorschlag des Fördervereins Holzkirchner Halle

Sport und Spaß in der Alten Au: So könnte die Multifunktions-Arena ausschauen

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Der Förderverein Holzkirchner Halle schlägt vor, eine moderne Multifunktions-Arena in der Alten Au zu bauen. „Die Idee hat was“, findet der Bürgermeister, tritt aber auf die Euphoriebremse.

Holzkirchen Alle mögen es, das ehrwürdige Hubertus-Freiluftstadion an der Thanner Straße. Doch eine Zukunft hat es nicht. Mitten im Wohngebiet wird der Lärmschutz ein immer größeres Thema; mittelfristig steht ein Austausch der Verrohrung an, der schnell eine halbe Million Euro kosten könnte. Die Gemeinde liebäugelt mit einer Wohnbebauung. Doch wo bleibt dann der Eissport?

Der erst 2017 gegründete Förderverein „Holzkirchner Halle“ hat da eine Idee: In der Alten Au, gleich neben der Geothermie-Anlage, könnte auf einer zwei Hektar großen Waldfläche eine Multifunktions-Arena Platz finden. „Der Clou ist, dass eine solche Halle ganzjährig bespielt werden könnte“, sagt Vereinschef Josef Wochinger. Im Winter Eishockey, Eisstock und Eiskunstlauf, im Sommer Konzerte, Messen, Flohmärkte.

Der Verein hat sich bei Veranstaltungs-Profis und Hallen-Planern schlaugemacht und ein Konzept gebastelt. „Wir setzen bei einer Größe ab 400 Besuchern an“, sagt Vorstandsmitglied Stefan Kammler, „das ist genau da, wo die Platz-Kapazität des Oberbräu-Saals endet.“ Der Bedarf sei vorhanden. „Prominente Künstler kommen nur, wenn es eine größere Halle gibt“, sagt Kammler. Wochinger denkt zudem an Abschlussfeiern der Holzkirchner Schulen oder an Firmen-Veranstaltungen. „Holzkirchen wächst“, sagt Wochinger, „man müsste den Leuten auch mal was bieten.“

Ein erstes Konzept sieht eine Mehrweckhalle mit bis zu 2500 Besucherplätzen vor. Teleskop-Tribünen und moderne Technik sollen helfen, dass schon Veranstaltungen ab 700 Besuchern „ohne atmosphärische Abstriche“ möglich sind, wie es im Konzept heißt. Wichtig ist dem Förderverein, dass eine zweite, reine Eishalle mitgebaut wird, die acht Monate im Jahr ausschließlich für Eissport nutzbar ist. Eine Betreibergesellschaft, unter Umständen organisiert als gemeindliches Kommunalunternehmen, soll die Hallen vermarkten.

„Der Platz in der Alten Au wäre ideal“, findet Wochinger. Das Gelände ist weitläufig und gehört der Gemeinde; die Nordspange führt direkt vorbei, Lärmprobleme sind nicht zu erwarten. Energie könnte die Geothermie günstig liefern. Bleiben die Kosten: bis zu 16 Millionen Euro würde die Gemeinde wohl in die Hand nehmen müssen, schätzt der Förderverein. Einen Grundstock liefere die Wohn-Vermarktung des alten Stadions, rechnet Kammler vor. Zudem hofft der Verein auf größere Spenden ortsansässiger Firmen.

Auf solches Sponsoring baue man besser nicht, winkt Bürgermeister Olaf von Löwis ab, der in den Chefetagen vorgefühlt hat. Das Arena-Konzept komme auch deutlich teurer als 16 Millionen, „da wird ein Mehrfaches davon fällig“. Und eine solche Summe „kann die Gemeinde nicht stemmen“. Das Mehrzweck-Konzept habe zwar seinen Charme, räumt Löwis ein, auch der Standort könne passen. „Aber da ist Wald. So ohne weiteres bekommen wir keine Rodungserlaubnis.“

Beim Förderverein wächst die Sorge, dass das Engagement verpufft und im Runden Tisch (siehe unten) zerredet wird. „Uns wäre wichtig, die Idee im Gemeinderat mal präsentieren zu dürfen“, sagt Wochinger. In einem zweiten Schritt wünsche man sich die Zusicherung, dass das Areal in der Alten Au grundsätzlich zur Verfügung steht. Schließlich könnte die Gemeinde eine Konzeptstudie mit Kostenberechnung in Auftrag geben. „Damit ein Plan da ist, wenn es an der Thanner Straße nicht weitergeht“, sagt Ludwig Feuereiter, Zweiter Förderverein-Vorsitzender.

Löwis könnte sich vorstellen, eine unverbindliche, aber belastbare Konzeptstudie erstellen zu lassen. „Fraglich ist, ob sich im Gemeinderat eine Mehrheit findet. Manchen Räten geht das etwas zu schnell.“ Die Multifunktions-Arena in der alten Au konkurriere nicht nur mit den Begehrlichkeiten anderer Sportvereine, sondern auch mit Großprojekten der Gemeinde, etwa dem kommunalen Wohnungsbau, dem Bau von Kitas und Schulen, der Rathaus-Erweiterung oder der Auslagerung des Bauhofs.

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