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Im April zogen die Asylbewerber von der Föchinger Turnhalle in die Traglufthalle in Holzkirchen.

Hohe Ausgaben: Sportfreunde bitten um Zuschuss 

Turnhalle wegen Asylbewerber nicht nutzbar

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Föching - Weil die Föchinger Turnhalle wegen der Asylbewerber lange nicht nutzbar war, hatten die Sportfreunde hohe Ausgaben. Über ihren Zuschussantrag hat jetzt der Gemeinderat diskutiert.

Als im Juni 2015 die ersten Asylbewerber in die Föchinger Turnhalle zogen, mussten sich die Fußballer der Sportfreunde Föching (SF) nach einer anderen Lösung umsehen. Um in der Wintersaison 2015/16 trotzdem trainieren zu können, mietete sich der Verein in der Soccer5 Halle in Holzkirchen ein. Die Gesamtkosten für das abgeschlossene Abo betrugen 11 000 Euro. Um die Ausgaben zu kompensieren, baten die SF die Gemeinde jetzt darum, zumindest die Hälfte, also 5500 Euro, zu bezahlen. Mit einem entsprechenden Zuschussantrag beschäftigte sich der Holzkirchner Gemeinderat jetzt in seiner Sitzung.

Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) schickte ein paar wohlwollende Worte voraus. Er dankte den SF, dass sie bereit waren, auf die Nutzung ihrer Turnhalle zu verzichten. Die Fußballer könnten nichts dafür. „Es war höhere Gewalt“, meinte Löwis. Und immerhin habe die Gemeinde vom Landratsamt eine Entschädigung erhalten. Die Kassenlage passt also. Wie Kämmerer Dominik Wendlinger in der Sitzung bestätigte, „sind die Mittel im Haushalt gedeckt“. Der Antrag sei zudem fristgerecht eingegangen. 

Hans Putzer (SPD) überraschte die Gesamtrechnung. „1100 Euro finde ich teuer“, sagte er. Robert Wiechmann (Grüne) hingegen fand die Kosten in Ordnung. „Sie haben kooperativ gearbeitet und stellen nicht die gesamten Kosten in Rechnung“, lobte er die SF. Wolfgang Buntz-Jennerwein (FWG) wunderte sich sogar etwas darüber, dass die SF nicht gleich die gesamten 11 000 Euro forderten. Martina Schweighofer (CSU) machte ferner darauf aufmerksam, dass immerhin rund 145 Teilnehmer von dem Training profitierten. Herbert Gegenfurtner (CSU) nickte: „Wir vertrauen dem Verein“, sagte er. „Die drehen jeden Pfennig um.“ 

Seiner Meinung nach sind die Wände der Turnhalle teilweise sehr hart. Renne da jemand mit dem Kopf dagegen, sei die Verletzungsgefahr groß. Laut Löwis soll das bei der Sanierung der Turnhalle Thema sein. Wie berichtet, will die Gemeinde die Halle und den gemeindlichen Kindergarten „Die Dorfspatzen“ nebenan auf Vordermann bringen. Geld dafür ist allerdings erst 2017 im Haushalt vorgemerkt. Momentan erledige das Landratsamt in der Turnhalle kleinere Schönheitsreparaturen, berichtete Wendlinger. Für diese ist die Behörde seit dem Umzug der rund 40 Bewohner in die Traglufthalle im Holzkirchner Moarhölzl zuständig. Vor kurzem haben Landratsamt und Gemeinde bei einem Ortstermin besprochen, was saniert oder repariert werden muss (wir berichteten). Unklar sei, ob die Sportler tatsächlich vor der großen Sanierung durch die Gemeinde in die Turnhalle dürfen, meinte Löwis.

Bei Sepp Sappl senior (CSU) riss irgendwann der Geduldsfaden: Er stellte einen Antrag zur Geschäftsordnung, dass sofort abgestimmt wird. Das passierte sogleich: Der Gemeinderat votierte geschlossen für den Antrag.

mar

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