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Verzögerung: Durch das warme Wetter war die Eisbereitung im Hubertusstadion zwischenzeitlich ins Stocken geraten. Heute Abend soll der Betrieb aber starten. 

Vereine fühlen sich von Gmemeinde im Stich gelassen

Eissportler richtig sauer: Noch immer kein Eis im Hubertusstadion

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Unter den Eissportlern in Holzkirchen herrscht Empörung. Im Hubertusstadion gibt es noch immer kein Eis. Der Vorwurf: Die Gemeinde habe kein Interesse mehr am Stadion.

Holzkirchen – Für die Eishockeyspieler, Eiskunstläufer und Eisstockschützen in Holzkirchen hat der 1. November jedes Jahr aufs Neue eine besondere Bedeutung: Spätestens dann nimmt das altehrwürdige Hubertusstadion den Betrieb auf. Eigentlich. Am vergangenen Mittwoch, dem planmäßigen Eröffnungstag, blieben die Pforten nämlich geschlossen. Zum Ärger der Eissportler.

„Wir hatten die Linien schon drauf“

Noch Mitte vergangener Woche sah es so aus, als könnte der Termin eingehalten werden. Sogar ein Saisonstart einige Tage früher lag im Bereich des Möglichen. „Wir hatten die Linien schon drauf“, sagt Albert Götz, Geschäftsführer des Stadionbetreibers, den Holzkirchner Gemeindewerken. Dann kam die Sonne. Die Eisbereitung wurde im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis gelegt.

Die Eishackler fühlen sich von der Gemeinde im Stich gelassen

Die Eishackler fühlen sich von der Gemeinde im Stich gelassen, moniert die Mutter eines Nachwuchsspielers. Ihren Namen möchte sie nicht in der Zeitung lesen. Sie kritisiert: Neun Mannschaften plus 45 Kinder, die bereits für die sogenannte Laufschule angemeldet sind, stehen in den Startlöchern. Hinzu kommt, dass bereits an diesem Wochenende das erste Heimspiel der Jugendmannschaft und das erste Kleinschülerturnier anstehen. Die Erste Mannschaft hat sogar bereits den Spielbetrieb aufgenommen und kann nun nicht trainieren. Ersatz-Eiszeiten in Bad Tölz oder Miesbach sind zum einen teuer, zum anderen zu einigermaßen vernünftigen Zeiten ausgebucht.

Das Problem tritt heuer nicht zum ersten Mal auf

Das Problem gebe es jedes Jahr aufs Neue: zu spät Eis, zu früh kein Eis mehr. „Ottobrunn, Geretsried und München Ostpark haben auch ein Freiluftstadion“, schreibt die Spieler-Mama. „Hier wird seit drei Wochen trotz gleicher Witterungsverhältnisse trainiert.“ Wie kann das sein?

Welche technischen Voraussetzungen die genannten Stadien mitbringen, weiß Götz nicht. „Die kühlen vielleicht mit einer Ammoniakanlage“, vermutet er. Diese Methode komme für das Hubertusstadion aber nicht infrage. Dort ist eine Glykolanlage im Einsatz, denn: „Innerhalb von bebauten Gebieten darf kein Ammoniak verwendet werden“, erklärt Götz.

„Wir haben ein Stadion, das noch funktioniert. Das haben wir mit relativ wenig Geld auf Vordermann gebracht“

Für die Eissportfreunde steht seit Langem fest, dass etwas passieren muss. So hatte sich im September sogar ein Förderverein gegründet, der sich den Bau einer Eis- und Mehrzweckhalle zum Ziel gesetzt hat. Laut der Spieler-Mama hätten einige Holzkirchner jedenfalls den Eindruck, dass die Gemeinde am Eisstadion kein Interesse mehr habe. „So ein Schmarrn“, sagt der Holzkirchner Geschäftsleiter Robert Haunschild. „Wir haben ein Stadion, das noch funktioniert. Das haben wir mit relativ wenig Geld auf Vordermann gebracht.“ Dennoch müsse über kurz oder lang was gemacht werden – darüber herrsche auch im Gemeinderat Einigkeit. Bislang wisse man aber weder, was genau gebraucht wird, noch wo der Neubau entstehen soll. Bis dahin müssen alle Beteiligten mit dem Vorlieb nehmen, was da ist.

„Wenn die Sonne wegbleibt, geht das Stadion am Freitagabend in Betrieb“

Denn – wenn auch mit Verzögerung: Der Spielbetrieb für das kommende Wochenende scheint gesichert. „Das Eis ist bereits weiß, es fehlen nur noch die Linien“, sagt Götz. „Wenn die Sonne wegbleibt, geht das Stadion am Freitagabend in Betrieb.“ So schön der goldene Spätherbst auch sein mag – dem Frieden in der Marktgemeinde wäre eine Kaltfront zuträglicher.

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