Ein Rettungsdienstwagen im Einsatz.
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Bei einem Unfall auf dem Autobahn-Zubringer wurde ein Miesbacher (41) schwer verletzt.

Unfall auf der Autobahnauffahrt

Sprinter fährt rückwärts: Miesbacher (41) erleidet bei Aufprall schwerste Verletzungen

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Schwere Verletzungen erlitt ein Miesbacher (41) bei einem Zusammenstoß am Dienstagabend (2. März) auf der Autobahnauffahrt Holzkirchen. Er war mit seinem Kleinwagen gegen einen rückwärts fahrenden Sprinter gekracht.

Holzkirchen - Warum der Fahrer des Sprinter am Dienstagabend (2. März) rückwärts im Bereich der Autobahn-Auffahrt in Richtung Salzburg zurücksetzte, ist noch unklar. Hatte er die Orientierung verloren und wusste nicht, wo es weitergeht oder in welche Fahrtrichtung er auf die Autobahn auffahren musste? Versuchte er trotz Dunkelheit durch rasches Zurücksetzen schnell in die richtige Auffahrt zu wechseln? Fest steht, dass das Manöver gegen 22.10 Uhr einen schweren Unfall verursachte. Der Fahrer eines Opel Corsa musste mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Wie die Holzkirchner Polizei mitteilte, steuerte ein 44-jähriger, ukrainischer Staatsangehöriger seinen weißen VW Crafter auf der Bundesstraße 318 in Richtung Norden. Gegen 22 Uhr erreichte der Sprinter die Autobahn-Anschlüsse Holzkirchen. Auf Höhe der Autobahnauffahrt zur A8 in Fahrtrichtung Salzburg bremste der 44-jährige Fahrzeugführer plötzlich unvermittelt stark bis zum Stillstand ab und setzte zurück. So schilderten es unbeteiligte Zeugen der Polizei.

Kleinwagen kracht frontal ins Heck des Sprinters

Ein sich direkt dahinter befindlicher, aus Miesbach stammender 41-jähriger Autofahrer bemerkte das gefährliche Manöver des Sprinters zu spät. Sein Opel Corsa krachte laut Polizei frontal auf das Heck des VW Crafters. Bei dem Aufprall zog sich der Mann schwerste Verletzungen zu. Der Miesbacher wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus Agatharied gefahren. Der Unfallverursacher blieb unverletzt.

Die Feuerwehren aus Föching und Holzkirchen regelten während der Unfallaufnahme den Verkehr. Ein Fahrstreifen war etwa eine Stunde lang gesperrt.

Am Kleinwagen des Miesbachers verursachte der Frontalzusammenstoß einen Totalschaden, der VW Crafter wurde am Heck stark deformiert. Den Gesamtsachschaden beziffert die Polizei nach ersten Schätzungen auf rund 8000 Euro.

Aufgrund der Unfalllage leitete die Polizei ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den 44-jährigen Ukrainer ein.

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