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Verlässt das Grüne Zentrum: Stefan Gabler.

Behördenleiter nimmt Abschied

Stefan Gabler verlässt Grünes Zentrum 

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Stefan Gabler, Leiter des Grünen Zentrums in Holzkirchen, geht. Er wechselt an das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Weilheim. Aus privaten Gründen, wie er sagt.

Holzkirchen – Ein bisschen hin- und hergerissen ist Stefan Gabler schon. „Ich gehe mit einem weinenden und lachendem Auge“, sagt er. Weinend, weil er sich in Holzkirchen sehr wohl gefühlt habe. „Jetzt hätte ich so richtig Tritt gefasst.“ Lachend, weil sich sein Arbeitsleben künftig besser mit seinem Privatleben vereinbaren lässt. Momentan pendelt er täglich 55 Kilometer in die Arbeit – die einfache Strecke. Künftig sind es 18 Kilometer. „Da ist die Rechnung einfach.“ Schließlich tut sich gerade einiges bei ihm Zuhause: Der 50-Jährige wird im Mai zum dritten Mal Vater. „Es tut mir leid, aber dahoam is dahoam.“

Und so verlässt Gabler, Behördenleiter im Grünen Zentrum Holzkirchen und zugleich Bereichsleiter Landwirtschaft und Leiter der Landwirtschaftsschule, die Marktgemeinde nach nur zweieinhalb Jahren. Er wechselt zum 1. Februar an das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Weilheim, wo er dieselben Ämter wie in Holzkirchen bekleidet. Dort löst er Markus Schmorell ab, der in den Ruhestand geht. In Holzkirchen war er für rund 80 Mitarbeiter verantwortlich, in Weilheim sind es gut 140, wobei es sich dort nicht um eine Grünes Zentrum handelt.

Wer seine Nachfolge antritt, sei noch offen, erklärt Gabler. Ohnehin tut sich einiges im Grünen Zentrum. Der Vize-Behördenleiter und Fortsdirektion Wolfgang Neuerburg ging Ende des Jahres in den Ruhestand, am Dienstag, 17. Januar, wird er offiziell verabschiedet. In seine Fußstapfen tritt Christian Webert, der zuletzt beim Landwirtschaftministerium arbeitete. Die Bereichsleitung Landwirtschaft übernehme bis auf Weiteres Gerlinde Simon, die Leiterin der Hauswirtschaftsschule.

Als Gabler im Juli 2014 in den Landkreis Miesbach kam, stand er vor einer großen Herausforderung. Seine Aufgabe war es, die Standorte Miesbach und Wolfratshausen zusammenzuführen – im Januar 2015 zogen alle nach Holzkirchen. Im Vorfeld gab es ein Tauziehen zwischen den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen. Jeder wollte das Grüne Zentrum auf seine Seite ziehen. Schließlich gewann erstgenannter, und die neue Einrichtung landete in Holzkirchen. Im März 2015 fand die Einweihungsfeier statt. Neben Bauernverband, AELF mit Landwirtschaftsschule sind hier Waldbesitzervereinigung, Kreishandwerkerschaft sowie der Almwirtschaftliche Verein untergebracht. Nebenan gibt es ein Schülerwohnheim.

„Es war sehr viel Arbeit“, sagt Gabler. Aber die Idee, eine Anlaufstelle zu schaffen, habe sich bewährt. Auch von Landwirten habe er positive Rückmeldung erhalten. Insgesamt gebe es 13 Grüne Zentren in Bayern. „Das ist genau der richtige Weg.“ Vor allem die Landwirtschaftsschule habe von der Zusammenführung, von dem größeren Einzugsgebiet profitiert. „Sonst könnten wir sie gar nicht mehr füllen“, meint Gabler. „In Holzkirchen gibt es eine top Anbindung.“

„Was mich besonders freut, ist, dass die Öko-Modellregion Miesbach so gut angelaufen ist“, betont Gabler. Hier habe er erste Impulse gesetzt. Außerdem begrüßt er es, dass sein Dienstgebiet vom Strukturwandel weitgehend verschont geblieben ist, die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe blieb stabil. „Viele Betriebe haben erkannt, dass man in Nischen gehen muss.“ Auf Heumilch, Bergbauernmilch und Bioprodukte umsteigen muss. Gabler war es stets ein Anliegen, der Bevölkerung bewusst zu machen, was hinter den Produkten steckt. Auch den Wald für den Klimawandel fit zu machen liegt ihm am Herzen. „Wir brauchen Mischwälder.“ Seine Ziele will Gabler in Weilheim weiterverfolgen.

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