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Hubert Müller hat den Vertrag abgelehnt.

Gemeindewerke ziehen Angebot zurück

Stromversorgung: „Historische Chance vertan“

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Hartpenning und Teile Föchings beziehen ihren Strom weiterhin von den Bayernwerken, das freut einen Gemeinderat überhaupt nicht.

Holzkirchen – Der Strom in Hartpenning und wenigen Teilen Föchings kommt weiterhin von der Bayernwerke Netz GmbH. Einem entsprechenden Konzessionsvertrag für die nächsten 20 Jahre hat der Marktgemeinderat jetzt zugestimmt.

Einzig Hubert Müller (FWG) stimmte gegen den Vertrag. „Als Hartpenninger tut mir das Hertz weh, dass die Gemeindewerke das nicht übernehmen“, sagte Müller. „Da wurde eine historische Chance vertan.“ Hätten die Gemeindewerke die Stromversorgung übernommen, wäre es eine kundenfreundliche Lösung gewesen. Bei einer Baumaßnahme habe er die Strom- und Wasserleitungen wegen der unterschiedlichen Konzessionen nicht gemeinsam verlegen lassen können, was die ganze Sache noch komplizierter mache als sie eh schon ist.

Zuvor hatte Kämmerer Dominik Wendlinger bereits ausführlich erklärt, dass die Gemeindewerke, die gerade 125 Jahre Strom feierten, sich zwar auf die Konzession beworben hatten, ihr Angebot dann aber zurückgezogen hätten. Durch den derzeitigen Ausbau der Geothermie, die Mitte Oktober offiziell eröffnet wurde, könnte der gemeindeeigene Versorger die Ablöse des kompletten ausgeschriebenen Bereichs derzeit nicht stemmen. Außerdem habe er schriftlich die Zusage erhalten, dass die Gemeindewerke mit einem 20-Jahres-Vertrag einverstanden sind.

Stromversorgung: Deal zwischen Bayernwerken und Gemeindewerken

Was allerdings nicht heißt, dass die Bayernwerke Hartpenning und den verbleibenden Teil Föchings auch wirklich die nächsten zwei Jahrzehnte mit Strom beliefern. Einerseits hat die Gemeinde die Möglichkeit, den Vertrag nach sieben Jahren zu kündigen und müsste dann die Konzession ab dem zehnten Vertragsjahr neu ausschreiben. Andererseits gebe es eine Absprache zwischen Bayern- und Gemeindewerken, dass ein Teil der Versorgung auch ohne neuen Vertrag nach und nach übernommen werden könne.

Achtung beim Anbieterwechsel: Gemeindewerke warnen vor Betrügern.

Grundsätzlich stimmten die Gemeinderäte Müllers Einwand sogar zu. Sie sahen aber auch ein, dass die Gemeindewerke dieses Volumen derzeit nicht stemmen können. Robert Wiechmann (Grüne) hob mit Blick auf die Absprache der Versorger hervor: „Es ist erkennbar, dass eine Übernahme in beiderseitigem Interesse ist.“ Nur wann es soweit ist, bleibt derzeit offen. Letztendlich stimmte der Gemeinderat mit Ausnahme Müllers dem neuen Vertrag rückwirkend zum 21. September zu. 

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