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Ein Vorschlag aus Warngau: Die Südspange würde sich auf Holzkirchner Gebiet beschränken. Bei Marschall wäre eine Grünbrücke (gestrichelte Linie) angedacht.

Noch zwei Wochen Zeit

Südumfahrung Holzkirchen: Warngauer bringt neue Variante ins Spiel

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Diese Option wäre ortsnah und direkt - und sie ginge direkt an Marschall vorbei. Das Straßenbauamt wird auch die Idee von Karl Herbst aus Warngau eingehend prüfen. Sie ist nicht die einzige.

Holzkirchen - Gut zwei Wochen ist noch Zeit, um Vorschläge für eine Holzkirchner Südspange im Straßenbauamt Rosenheim einzureichen. Auch der Warngauer Karl Herbst, ehemals FWG-Gemeinderat, hat sich Gedanken gemacht. Er bringt eine sehr ortsnahe Trasse ins Spiel, die bereits südlich von Marschall von der B318 abzweigt, zwischen zwei landwirtschaftlichen Anwesen und der Wohnbebauung Kleinfeldstraße über die Staatsstraße und die Eisenbahn schlüpft, dann zwischen zwei weiteren Anwesen die Thanner Straße quert und etwa 300 Meter vom Holzkirchner Ortsrand entfernt auf die B13 trifft. Eine Lösung, die nur Holzkirchner Gebiet betrifft und das benachbarte Warngau verschont.

Den Vorteil dieser Variante sieht Herbst vor allem im vergleichsweise geringen Flächenverbrauch. „Der Eingriff in die Landschaft reduziert sich auf ein Minimum“, argumentiert er in der Erläuterung; das betreffe auch den dann notwendigen vierspurigen Ausbau der B 318 von Holzkirchen her, der bekanntlich bis zur Einmündung einer Südspange geführt werden soll.

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Die Problematik dieser Trasse: Sie rückt recht nahe an Wohnbebauung heran, speziell im Bereich Marschall. In der Raumwiderstandskarte des Straßenbauamts sind dort Flächen mit hohem und sogar sehr hohem Konfliktpotenzial kartiert. Herbst schlägt deswegen den Bau einer großzügigen Grünbrücke vor: Die Südspange könnte, von der B 318 kommend, vor Marschall abtauchen und erst nach dem Gleis wieder an die Oberfläche kommen. Da die Bahnstrecke Holzkirchen-Tegernsee und die Staatsstraße 2573 Lochham-Holzkirchen hier den geringsten Abstand zueinander aufweisen, würde es sich laut Herbst ohnehin anbieten, beide Überführungen mit einer Grünbrücke zu erledigen. „Und gleichzeitig könnte man einen optimalen Lärmschutz für Anlieger erzielen.“

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Neben seinem Vorschlag unterstützt Herbst auch eine Trassenvariante, die der Warngauer Gemeinderat bereits vor acht Jahren empfahl. Es handelt sich um eine maximal ortsnahe Südspange, die wie Herbsts Vorschlag zwischen Holzkirchen und Umspannwerk von der B 13 abzweigt, sich dann aber nördlich orientiert, den Kogel unterquert (Grünbrückenlösung), nördlich an Marschall vorbeiführt und die B 318 an der „Verkehrsspinne“ (Kreuzung Staatsstraße Holzkirchen-Oberlaindern) erreicht. Mit dieser ortsnahen Südumgehung, so die Argumentation der Warngauer, entstehe zusammen mit der Nordspange und der B 318 eine „Teilringstraße“ um Holzkirchen.

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Es sind dies nicht die einzigen Ideen, die im Straßenbauamt eingingen. Bekannt wurde der Vorschlag für eine sehr weiträumige, Hartpenning und Kurzenberg einschließende Variante einer „Südspangen-Allianz“ (CSU und Schutzgemeinschaft gegen Verkehrsbelästigung).

Die Vorschlagsfrist läuft Ende Juli aus. Wie Straßenbauamts-Leiter Stefan Högenauer erklärte, ist die Frist zwar nicht bindend; danach will seine Behörde aber beginnen, alle Ideen unvoreingenommen zu prüfen.  

avh

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