Tankstellen-Raub Holzkirchen
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Tankstellen-Raub Holzkirchen

Erste Ermittlungsergebnisse  

Tankstellen-Raub: Täter flüchtete in Richtung McDonalds-Kreisel

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Der Holzkirchner Tankstellenräuber ist nach wie vor flüchtig, doch die Kripo ist ihm auf der Spur. Mittlerweile wird deutlicher, in welche Richtung der Mann flüchtete. Klar ist auch: Für vergleichsweise geringe Beute riskiert der Räuber eine lange Haftstrafe.

Holzkirchen Der Unbekannte schlug mitten in der Nacht zu (wir berichteten). Am frühen Samstagmorgen (19. Januar), gegen 3.30 Uhr, betrat er den Kassenraum der an der Staatsstraße 2573 gelegenen OMV-Tankstelle in Maitz. Wie Alexander Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd, auf Nachfrage mitteilte, befand sich zu dem Zeitpunkt ein Mitarbeiter an der Kasse. Der Täter bedrohte den Mann mit einem Messer und erzwang die Herausgabe von Bargeld, laut Polizei keine größere Summe.

Über zehn Polizeistreifen auch umliegender Dienstellen jagten nach Holzkirchen, die Großfahndung blieb jedoch ergebnislos. Erste Ermittlungen ergaben, dass der Täter zu Fuß ortseinwärts in Richtung McDonalds-Kreisverkehr flüchtete. Stieg er dort in ein Auto um? Da der Mann ohne Jacke unterwegs war, spricht viel dafür, dass er die Flucht entweder motorisiert fortsetzte oder gar in Holzkirchen wohnt. „Am Kreisverkehr verliert sich die Spur“, sagt der Polizeisprecher.

Die Kripo hat aber durchaus Anhaltspunkte. „Es gibt Videomaterial von der Überwachungskamera“, sagt Huber, „den Film werten wir gerade aus.“ Ob mit den Bildern gefahndet werden kann, sei noch nicht klar.

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Maskierte Gangster bedrohen Angestellte mit Machete - nun fahndet Polizei mit Fotos

Beim Täter handelt es sich laut Zeugenaussage um einen jungen Mann, etwa 20 Jahre alt, nicht auffällig groß (1,70 Meter); er trug während des Überfalls eine Jeans, einen schwarzen Kapuzenpulli und eine schwarze Sturmhaube mit grünen Streifen. Nach Angaben der Polizei sprach er deutsch ohne erkennbaren Akzent. Wer vor der Tat Verdächtiges im Bereich der OMV-Tankstelle wahrgenommen hat oder Hinweise auf den Täter geben kann, wird gebeten, sich unter z 0 80 31 / 20 00 (Polizeipräsidium) bei den Ermittlern zu melden.

Überfälle auf Tankstellen wie am Samstag in Holzkirchen sind selten geworden, erklärt Pressesprecher Alexander Huber. „Tendenziell verzeichnen wir nicht mehr so viele Tankstellen-Überfälle wie früher.“ Das liege vor allem an der relativ geringen Beute, die ein solches Verbrechen verspreche, da die große Mehrzahl der Kunden mit EC- oder Kreditkarte zahle.

Dafür riskieren bewaffnete Räuber harte Strafen. Für schweren Raub, bei dem eine Waffe im Spiel ist, sieht der Gesetzgeber in der Regel eine Haftstrafe von drei Jahren und mehr vor.

Ein Fall aus der Region von 2017 bestätigt dies: Ein Student hatte im April die OMV-Tankstelle in Irschenberg überfallen; auch er hatte ein Messer benutzt, der Tatverlauf erinnert überhaupt sehr an den Holzkirchner Überfall. 

Die Polizei schnappte den Flüchtigen schnell, bereits im November 2017 wurde dem damals 28-Jährigen der Prozess gemacht. Seine Strafe; dreieinhalb Jahre Gefängnis. Beobachter werteten das als milde Strafe, die begünstigt war von einem umfassenden Geständnis und einer Schmerzensgeld-Zahlung an das Opfer.

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