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Blick in Richtung Norden: Der Wirtschaftsweg neben den Bahngleisen wird zu einem asphaltierten Geh- und Radweg ausgebaut.

Zuschuss-Zusage ist eingetroffen

Radl-Highway durch den Teufelsgraben wird gebaut

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Nachdem die Zuschuss-Zusage eingetroffen ist, kann der Bau des Geh- und Radwegs durch den Teufelsgraben starten. Die Radl-Schnellstraße verbindet Otterfing mit Holzkirchen.

Holzkirchen/Otterfing Einen Geh- und Radweg durch den Teufelsgraben gibt es bereits; er begleitet seit vielen Jahren die Staatsstraße 2573 (ehedem B 13). Die zusätzliche Trasse ist aber speziell für Radler attraktiver; sie führt nicht durch, sondern über den Teufelsgraben. Die „Direttissima“ verkürzt die Radl-Entfernung zwischen Holzkirchen und Otterfing: Nur 3,5 Kilometer sind es von Bahnhof zu Bahnhof.

Das freut nicht nur Otterfinger, die mit der in Holzkirchen startenden BOB in den Münchner Westen pendeln. „Ich denke auch an Schüler, die schneller zum Gymnasium oder zur Realschule kommen“, sagt Otterfings Bürgermeister Jakob Eglseder.

Die Trasse des Ratwegs führt am Gleis entlang von der Holzkirchner Nordspange (unten) nach Holzham.

Lange Jahre drehte das Projekt, das beide Gemeinden gemeinsam anpacken, seine Runden in der Warteschleife. Jetzt aber rollt er endlich an, der Radl-Express. Die Regierung von Oberbayern schickte die Bestätigung, dass der neue Weg bezuschusst wird. Federführend geplant wird der Bau vom Technischen Bauamt im Holzkirchner Rathaus. Wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte, werde jetzt gemeinsam mit dem Otterfinger Planungsbüro Attila Kárpáty die Ausführungsplanung erstellt. Dann folgen die Ausschreibungen. „Wir rechnen heuer mit dem Baubeginn“, sagte Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis in der Bürgerversammlung.

„Und wann kann der erste Radler fahren?“, fragte Andreas Eichhorn (SPD) jüngst im Otterfinger Gemeinderat. Die Planer wollen sich noch auf keinen Termin festlegen. Mit einer zwei- bis dreimonatigen Bauzeit ist zu rechnen. Immerhin steht die Finanzierung: Bei Gesamtkosten in Höhe von rund 600 000 Euro sind staatliche Zuschüsse in Höhe von etwa 220 000 Euro zugesagt – und jetzt ist die erste Rate (70 000 Euro) bewilligt. Den Rest teilen sich die Gemeinden entsprechend der auf ihrer Flur verlaufenden Wegstrecke. Der Holzkirchner Anteil wird etwas mehr als die Hälfte ausmachen.

Der neue, insgesamt 1,5 Kilometer lange Geh- und Radweg startet in Holzkirchen an der Nordspange neben der Bahnüberführung (Otterfinger Weg) und endet vor der Holzhamer Bahnbrücke. „Die Auffahrt auf die Brücke wird etwas runder als bisher eingeschleift“, sagt Eglseder, Ein Grundstücksbesitzer hat dafür rund 50 Quadratmeter mit der Gemeinde getauscht.

Technisch hohe Ansprüche stellt die Querung des Teufelsgrabens. Hier verläuft die Trasse auf einer „Berme“: In den bestehenden Bahndamm wird ein Absatz eingezogen. Eine solche Berme vermindert den Erddruck auf den Fuß der Böschung und macht diese dadurch stabiler. Der Geh- und Radweg wird auf der gesamten Länge asphaltiert. Eine Mindestbreite von 2,50 Meter wird überall eingehalten, teilweise stehen sogar drei Meter zur Verfügung.

Die Teufelsgraben-„Direttissima“ Otterfing-Holzkirchen knüpft an einen Radl-Schnellweg an, den die Gemeinden des Hachinger Tals entlang des Schienenstrangs nach Süden führen wollen. Als Drehscheibe und Zwischenstation für die weitere Verteilung der Radler in die umliegenden Naherholungsgebiete könnte der Holzkirchner Bahnhof fungieren, der bekanntlich als moderner Mobilitäts-Knotenpunkt entwickelt werden soll.

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