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Aufgebaut hat Paranet die Holzkirchner Traglufthalle am Moarhölzl ziemlich genau ein Jahr, bevor sie jetzt wieder abgebaut wird. Bei unserem Foto vom 11. März 2016 war noch nicht klar, wie lange die Halle stehen bleiben würde. 

Am Moarhölzl

Traglufthalle: Abbau zu früherem Zeitpunkt nicht möglich

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Der Mietvertrag für die Traglufthalle am Moarhölzl endet wie geplant Ende April. Zuvor müssen die Asylbewerber anderswo untergebracht werden.  

Holzkirchen – Der Mietvertrag für die Holzkirchner Traglufthalle zwischen Landratsamt und dem Betreiber Paranet endet wie geplant zum 30. April. „Es bleibt dabei“, betont Gerhard Brandl, stellvertretender Pressesprecher im Landratsamt. Alles andere wäre nicht zu schaffen. Denn vorher müssen ja die Asylbewerber verlegt werden. Dies geschehe voraussichtlich frühestens ab der elften Kalenderwoche, also ab Mitte März.

Laut Raphael Hock, Assistent der Geschäftsleitung von Paranet, stand jedoch auch eine vorzeitige Vertragsbeendigung im Raum, eventuell einen Monat früher. Auf diese Weise hätte sich der Landkreis auch Geld gespart, meint Hock. Eine Antwort von der Behörde hierzu habe Paranet noch nicht erhalten. Aber: „Wir können mit beiden Optionen leben“, versichert er.

Am Rosenmontag fand ein gemeinsamer Abnahmetermin für die Rottacher Halle statt. Jetzt hat Paranet sechs Wochen Zeit, diese abzubauen. Dass der Abbau in Holzkirchen zeitgleich mit dem der Rottach-Egerner Halle vonstatten geht, funktioniert dann aber wahrscheinlich nicht mehr. Logistisch gesehen, so Hock, wäre es aber für seine Firma ohnehin irrelevant – nachdem die beiden Standorte nicht so nah beieinander liegen. Die Zukunft der Holzkirchner Halle steht noch nicht fest: Prinzipiell könnte sie als Schulsporthalle oder als Überdachung für ein Schwimmbad dienen.

Ein Teil der rund 170 Bewohner aus dem Moarhölzl zieht bekanntlich in die umgebaute und sanierte ehemalige Polizeidienststelle an der Frühlingstraße Holzkirchen. Hier haben 35 Personen Platz. Weitere 48 Asylbewerber können in die Container an der Erich-Kästner-Straße zurück, die für einen Großputz zwischenzeitlich geräumt worden waren (wir berichteten). Der Rest der derzeitigen Bewohner wird auf den Landkreis verteilt, etwa 40 Personen werden wohl außerhalb des Landkreises untergebracht, berichtet Brandl. Ab Anfang nächster Woche sollen die Asylbewerber darüber informiert werden, wo sie hinkommen.  mar

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